Mit Stahlross dem Gemüse-Lehrpfad entlang

Lutzenberg. Eine kleine, aber feine Schar von acht DTV-Turnerinnen wartete auf den 6.33-Uhr-Zug ab Rheineck. Gutgelaunt und bei schönstem Wetter fuhren sie nach St. Gallen, Herisau, Luzern über den Brünig (eine ganz eindrückliche Fahrt) nach Thun.

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Lutzenberg. Eine kleine, aber feine Schar von acht DTV-Turnerinnen wartete auf den 6.33-Uhr-Zug ab Rheineck. Gutgelaunt und bei schönstem Wetter fuhren sie nach St. Gallen, Herisau, Luzern über den Brünig (eine ganz eindrückliche Fahrt) nach Thun. In Thun angekommen, verstauten die Frauen ihre Rucksäcke und warteten gespannt, was kommen mag. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf, und los ging der «Fox-Trail». Eine Liste mit 23 Posten wies ihnen den Weg, und bei jedem Posten wartete eine Aufgabe auf sie.

Die Strecke führte an den Thunersee, zum Schloss, wo sich gerade Hochzeiten den Apéro gönnten, und sonst noch vorbei an interessanten Ecken von Thun. Aber bei Posten Nr. 12 stiessen die Turnerinnen auf Probleme. Auf dem Inseli gibt es Birken. Die Aufgabe lautete: Alle Birken zusammengezählt minus zwei Bretter ergibt die Lösung. Wir suchten, wir rechneten, nochmals von vorn, nochmals zurück, und da kommt schon die zweite Gruppe daher. Die Aufgabe liess sich nicht lösen. Aber zum Glück gibt's ja die Hotline.

Na ja klar, die Lösung war das Drehen eines Brettes und nicht hochheben. Weitere knifflige Aufgaben folgten. Auch der letzte Posten hatte es in sich. Doch mit Hilfe des Kellners wurde auch diese Aufgabe gelöst. Thun bleibt den Frauen in sehr schöner Erinnerung. Diese Fuchsjagd machte riesigen Spass. Mit dem Zug erreichte man den Zielort Bern. Unter dem Bundeshausplatz erwartete die Turnerinnen das Nachtlager: die Jugendherberge.

Kein Fünf-Stern-Hotel, aber sauber und alle acht Damen in einem Zimmer! Aber Zeit zum Schlafen war noch lange nicht. Mit dem Marzili-Bähnli fuhren sie hoch, und nach einem kurzen Marsch stiegen sie in die Gurtenbahn. Oben angekommen, sahen die Turnerinnen die Hauptstadt in ihrer ganzen Grösse. Nach einem individuellen Nachtessen für jede, bewunderten alle Bern by night vom Berner Hausberg. Bei einem Schlummertrunk liess man den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen gab's Frühstück in der Jugi, und los ging's zum Bahnhof. Der Zug brachte die Ausflügler bis Kerzers. Dort wartete für jede ein Velo. Auf verkehrsarmen Flurwegen radelte man dem Gemüse-Lehrpfad entlang. Das ebene Seeland eignet sich hervorragend für über 60 verschiedene Gemüsearten. Da reiht sich Kopfsalat, Lauch, Broccoli etc. kilometerweit aneinander. Die Mittagsrast genossen alle bei einem wunderschön gelegenen Restaurant am Broye-Kanal.

Dann hiess es wieder aufsteigen auf unser «Stahlross», und gegen Ende der Fahrt mussten wir noch tüchtig in die Pedale treten, um rechtzeitig den Zug nach Ins zu erwischen. Alle schafften es, wir sind ja Sportlerinnen.

Nach kurzer Bahn- und Busfahrt (wo sich Denise bestens mit dem Chauffeur verstand, und er für sie sogar die geschriebenen Karten im nächsten Briefkasten einwarf) erreichten wir Erlach. Nach einem steilen Aufstieg zum Schloss bot sich uns eine herrliche Aussicht auf die St.

Petersinsel. Weiter führte die Reise zum Schiffssteg, von wo uns das Schiff nach Biel brachte. Mit dem Zug fuhren alle wieder Richtung Heimat. Zwei unvergessliche, tolle Tage, gespickt mit Aktivitäten, endeten wieder in Rheineck. Den beiden Organisatorinnen Elisabeth und Doris ein ganz herzliches Dankeschön für die gut organisierte Reise. (AL)