Mit Sonnenenergie per Seilbahn zur Staubern

FRÜMSEN. Für die 36 Jahre alte Seilbahn von Frümsen auf die Staubern ist ein Neubau geplant. Die Transportkapazität soll erhöht und die Versorgung des Berggasthauses Staubern damit vereinfacht werden.

Corinne Hanselmann
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Blick von der Staubern ins Tal. Rechts von der alten Bergstation stehen die Visiere für die neue. (Bild: Corinne Hanselmann)

Blick von der Staubern ins Tal. Rechts von der alten Bergstation stehen die Visiere für die neue. (Bild: Corinne Hanselmann)

FRÜMSEN. Für die 36 Jahre alte Seilbahn von Frümsen auf die Staubern ist ein Neubau geplant. Die Transportkapazität soll erhöht und die Versorgung des Berggasthauses Staubern damit vereinfacht werden. Nebst der Seilbahn selbst, die Besucher von 510 auf 1748 Meter über Meer bringt, werden auch die Berg- und Talstation komplett neu gebaut, und vom Berggasthaus wird ein direkter Zugang zur Seilbahnstation geschaffen.

Staubern-Wirt und Bauherr Daniel Lüchinger, seit langem ein grosser Fan der Elektromobilität, hat eine Vision: «Wir wollen die neue Bahn energetisch unabhängig betreiben können.» Inspiriert vom 2011 eröffneten weltweit ersten Solarskilift im bündnerischen Tenna setzte er sich das Ziel, mit Unterstützung der Brusa AG aus Sennwald, die sich auf die Entwicklung von hocheffizienter Leistungselektronik für die elektrische Mobilität konzentriert hat, eine Solar-Seilbahn zu realisieren. «Die Talstation wird deshalb mit Photovoltaik-Panels eingekleidet und wird eine Speicherbatterie enthalten», sagt Lüchinger. Wenn Leute mit der Bahn ins Tal fahren, entstehe Energie, die dann ebenfalls gespeichert wird. Etwas Besonderes hat sich Lüchinger für die Talstation ausgedacht: «Ich möchte etwas zum Nussdorf Frümsen beitragen und stelle mir als Warteraum eine grosse hölzerne Nuss vor.» Noch steht die Baubewilligung aus. Wenn alles nach Plan läuft, kann 2017 der Betrieb aufgenommen werden.

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