Mit Pleite in die Winterpause

Der FC Heiden unterliegt im Nachtragsspiel gegen Rorschacherberg zu Hause 0:1 (0:0).

Lukas Alder
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FUSSBALL. Es war wahrlich kein Spiel fürs Auge, dass sich die rund 30 Zuschauer an diesem nebligen Samstagabend zu Gemüte führten. Auf der einen Seite die Vorderländer, die personell auf dem Zahnfleisch gingen und die Winterpause geradezu herbeisehnten. Auf der anderen Seite die Gäste aus Rorschacherberg, die aus ihren grösseren Spielanteilen lediglich einmal Ertrag generieren konnten, jedoch als verdienter Sieger vom Platz gingen.

Beide können, niemand will

Die Favoritenrolle konnten die Vorderländer an diesem Abend trotz vier Punkten Vorsprung wahrlich nicht für sich beanspruchen. Dass dem so war, zeigte sich auch in den ersten Minuten, in denen die Bergler aufsässiger spielten und mehr vom Spiel hatten. Nach rund zehn Minuten neutralisierten sich die Teams aber, ehe Heiden dann ein Chancenplus herausspielen konnte und in Führung hätte gehen müssen. Rorschacherbergs Torhüter Guimares erwischte jedoch einen Glanztag und klärte in der 20. Minute gleich doppelt. Nachdem er Alders Schuss zunächst nur nach vorne abwehren konnte, reagierte er mirakulös gegen den Nachschuss von Kunz. Beim dritten Abstauber durch Alder war er indes machtlos. Glück für den FC Rorschacherberg, dass der Stürmer des Heimteams aus dem Abseits zurückgepfiffen wurde. Von den betroffenen mehr oder weniger klaglos hingenommen, wurde diese Szene unter den Zuschauern hingegen heiss diskutiert.

Tag der Debütanten

Die Gäste spielten nach dem Seitenwechsel wesentlich agiler. Dadurch entstanden mehrere Aktionen, die in der 59. Minute zum unterdessen verdienten Führungstreffer führten. Nach einer weit gezogenen Flanke überlistete Gäste-Angreifer Bruderer Blatter herrlich per Kopf in die weite Ecke. Die Gastgeber, bei denen mit Wohnlich, Coentrao, Lichtenstern und Eyiden gleich vier A-Junioren ihr Meisterschafts-Debüt feierten, griffen nun wieder vehementer an, blieben aber ein ums andere Mal in der Gäste-Defensive hängen. Torgefahr entstand nur noch selten. Da auch die Bergler ihre zahlreichen Konterchancen nicht zu nutzen wussten, blieb es beim 0:1.

Durch die Niederlage bleiben die Vorderländer auf dem siebten Tabellenplatz hängen und müssen sich eingestehen, dass einem auch als Absteiger nichts geschenkt wird. Auch wenn das Lazarett sich in der Rückrunde wieder reduziert haben wird, muss man im Vergleich zur Vorrunde wieder einen Zacken zulegen.