Mit Kugelalgen 1. Preis gewonnen

Patricia Berchtel aus Eichberg, Maturandin an der Kantonsschule Heerbrugg, gewann mit ihren Forschungen über die grüne Kugelalge den Preis für die beste naturwissenschaftliche Arbeit an St. Galler Gymnasien.

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Den Preis für die besten naturwissenschaftlichen Matura-Arbeiten an St. Galler Gymnasien vergaben zum zweiten Mal die St. Gallische Naturwissenschaftliche Gesellschaft (NWG) und der WWF St. Gallen.

Patricia Berchtel untersuchte, ob sich die grüne Kugelalge – ein Einzeller – als Modell-Organismus für Schulversuche zur Photosynthese eignet.

Jurymitglied und Neuropädiater Markus Weissert würdigte in seiner Laudatio Berchtels wissenschaftlich und formal hervorragende Arbeit. Sie erfülle alle Voraussetzungen, die für ein erfolgreiches Hochschulstudium gefragt seien.

Kurs an der Adria besucht

Woher kommt die Leidenschaft Patricia Berchtels für Grünalgen, ihr Leuchten in den Augen, wenn sie von den «Grünchen» erzählt? Es begann im Biologieunterricht an der Kantonsschule Heerbrugg. Biologielehrer Dieter Burkhard weckte die Begeisterung für Meeresbiologie.

Patricia Berchtel durfte an einem Kurs teilnehmen, der auf der Halbinsel Pula an der Adria stattfand. Dort entdeckte sie die ungeheure Vielfalt der Algen. «Bei Algen denken alle an ein verdrecktes Aquarium», meint sie lachend und zeigt auf einer Unterwasseraufnahme aus ihrem Dossier ein herrlich farbiges, algenbewachsenes Riff.

Interessiert an Sprachen

Eigentlich ist Patricia ja «Lateinerin». Ihr Interesse für alte und neue Sprachen ist immer noch ungebrochen. Deshalb schiebt sie die Entscheidung für ihr zukünftiges Studium noch etwas hinaus.

Im kommenden Sommer fährt sie erneut nach Istrien an die Adriaküste. Dort wird sie selbst einen Kursteil in Meeresbiologie leiten können. Und wenn noch freie Zeit bleibt, spielt sie Zither und Klavier. Oder bringt Ordnung in ihre Briefmarkensammlung. Die ist übrigens nach biologischen Kriterien geordnet.

Breites Themenspektrum

Bei der Preisverleihung im Naturmuseum St. Gallen sprach dessen Leiter, NWG-Präsident Toni Bürgin, von der Wichtigkeit der Naturwissenschaften in einer immer komplexer werdenden Welt: «Wir wollen die Grundlagenkenntnisse breiter bekannt machen.»

Das Themenspektrum der eingereichten Arbeiten war sehr breit. Es reichte von Biologie und Chemie über Physiologie, Medizin, Informatik bis zu Robotik. Bewertet wurden die Originalität, der wissenschaftliche Wert, die Präsentation der Arbeiten sowie deren praktischer Nutzen. Zehn Projekte wurden ausgezeichnet. (pd/gb)

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