Mit Hybridbus in die Zukunft

ALTSTÄTTEN. Gestern wurde bei der Rheintal Bus AG (RTB) der erste Hybridbus der Flotte vorgestellt. «Für uns ein echter Zukunftstag», meinte RTB-Geschäftsführer Walter Dierauer. Der Bus verkehrt ab heute auf dem ganzen Liniennetz.

Kurt Latzer
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Die Kinder von Angestellten der RTB AG kamen als erste Passagiere in den Genuss einer Fahrt mit dem neuen Hybridbus. Vom Fahrzeug begeistert sind auch Erich Kühnis (links), Jean-Pierre Römer (4. v. l.), Walter Dierauer (5. v. l.), Chauffeur Arno Obrist (3. v. r.) und Hans Koller (rechts). (Bild: Kurt Latzer)

Die Kinder von Angestellten der RTB AG kamen als erste Passagiere in den Genuss einer Fahrt mit dem neuen Hybridbus. Vom Fahrzeug begeistert sind auch Erich Kühnis (links), Jean-Pierre Römer (4. v. l.), Walter Dierauer (5. v. l.), Chauffeur Arno Obrist (3. v. r.) und Hans Koller (rechts). (Bild: Kurt Latzer)

Das mit dem «Zukunftstag» erwähnte Walter Dierauer nicht nur wegen des neuen Fahrzeuges, sondern weil gestern Kinder die Möglichkeit hatten, ihre Eltern an einem Arbeitstag bei RTB zu begleiten. Dass sie als erste Passagiere im neuen Hybridbus mitfahren durften, war eine zusätzliche Überraschung.

30 Prozent weniger Verbrauch

Erste Erfahrungen mit einem Hybridbus sammelten der Rheintaler Busbetrieb vor knapp zwei Jahren, vom 7. bis 10. Dezember 2010. Auch die Passagiere auf dem RTB-Netz kamen damals in den Genuss des energiesparenden «Flüsterbusses». Das neue Fahrzeug der RTB-Flotte wurde zwar ebenfalls von Volvo gebaut, ist aber mit dem Testfahrzeug von 2010 nicht zu vergleichen. Der Hybridbus, der gestern in Altstätten in Betrieb genommen wurde, ist leichter, hat einen noch kleineren Dieselmotor und eine leistungsfähigere Technik. Will heissen: Mit dem neuen Bus kann noch mehr Diesel gespart werden, «der Treibstoffverbrauch und der Ausstoss von CO2 sinken je nach Einsatzort des Busses um bis zu 30 Prozent», sagte Jean-Pierre Römer, Key Account Manager bei Volvo Buses.

Strom vom Dach

Ein grosser Vorteil sei, dass der Dieselmotor bei Haltestellen und bei Halten vor Fussgängerstreifen und Ampeln abschalte. Das Anfahren besorge der Elektromotor. Erst bei einer Geschwindigkeit von über 15 bis 20 km/h schalte sich das Dieselaggregat wieder zu. Die bei jedem Bremsvorgang entstehende Energie wird den Akkus zugeführt, die sich auf dem Dach befinden. Auch den Strom, der für Anzeigetafeln, Licht, Kasse und dergleichen benötigt wird, liefern die Akkus. Im Gegensatz zu einem konventionellen Bus in gleicher Grösse ist der Dieselmotor beim Hybridbus etwa ein Drittel kleiner, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Jean-Pierre Römer: «Im Vergleich zum reinen Dieselbus ist der Ausstoss von emittierten Partikeln und Stickstoffoxiden bis zu 40 bis 50 Prozent geringer.»

Walter Dierauer ist überzeugt, mit dem Hybridbus nicht nur der Umwelt einen Gefallen zu tun, sondern auch den Fahrgästen. Wie sich auf einer Probefahrt zeigte, ist der Komfort sehr gut und der Geräuschpegel deutlich tiefer, als bei konventionellen Bussen.

Bei seiner Ansprache anlässlich der Schlüsselübergabe würdigte er nicht nur das Engagement Römers, sondern auch das von Erich Kühnis. Kühnis Brillen habe als Werbepartner die Gestaltung des neuen Busses übernommen.

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