Mit Gästen Gemeinschaft erfahren

Im Alters- und Pflegeheim Hof Haslach in Au wird an zwei Abenden Weihnachten gefeiert. Diese Aufteilung ermöglicht, dass alle Bewohner und Bewohnerinnen zwei Gäste einladen können.

Monika von der Linden
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«Mache dich auf und werde Licht» – mit dieser Melodie, die die Drittklässler im Kanon vortrugen, brachten sie gewiss Licht in die Weihnachtsfeier, die gleichermassen besinnlich wie fröhlich war. (Bild: vdl)

«Mache dich auf und werde Licht» – mit dieser Melodie, die die Drittklässler im Kanon vortrugen, brachten sie gewiss Licht in die Weihnachtsfeier, die gleichermassen besinnlich wie fröhlich war. (Bild: vdl)

AU. Weihnachten in einem fröhlichen und besinnlichen Rahmen feiern zu können, und dies im Kreis von Angehörigen oder Freunden, ist in jeder Lebensphase ein Bedürfnis. Seit einigen Jahren wurde im Alters- und Pflegeheim Hof Haslach das Raumproblem gelöst – nun wird an zwei aufeinanderfolgenden Abenden Weihnachten gefeiert.

Gestern Abend begrüsste Heimleiter Rico Dietrich erstmals die Bewohner und ihre Gäste. Für manche sei Weihnachten eine hektische, laute und gefüllte Zeit. Andere empfinden diese Zeit eher als zu still, zu besinnlich oder zu überladen. So manches Mal drohten die Bezeichnungen für Weihnachten nur Floskeln zu sein. Dietrich ermutigte die Bewohner und ihre Gäste, sich nicht nur beschenken zu lassen, sondern auch selber Freude zu bereiten. Dies könne Weihnachten zu einer guten Sache geraten lassen.

Zu einer besinnlichen und fröhlichen Stimmung trugen auch die Drittklässler der Primarschule Au in den Hof Haslach bei. Sie brachten als Geschenk Weihnachtslieder mit, die sie mit ihren Lehrkräften Elisabeth Gloor, Lilo Lichtenstern und Michal Schmid einstudiert hatten und voller Freude vortrugen. Strahlende Augenpaare waren hier nicht nur bei den Kindern, sondern in der ganzen Gemeinschaft zu entdecken.

Dies setzte sich fort, als alle miteinander, begleitet von Wilfried Rohner am Piano, zu einem grossen Chor wurden und traditionelle Weihnachtslieder sangen.

Den tieferen Sinn von Weihnachten deutete Pfarrer Ronald Kasper in einem Gleichnis, anhand der Geschichte eines Esels aus Bethlehem. Als Jesus Christus in der Heiligen Nacht geboren wurde, hörte der Esel, das Kind sei der König aller Menschen, der Retter der ganzen Welt. Diesen Satz vermochte erst der alte Esel zu verstehen, als er 30 Jahre später in Jerusalem diesen König aller Menschen wieder traf, auf einem Esel reitend. Eine Weihnachtsgeschichte, die weiter über Weihnachten hinaus gehe und Frieden schenken möge, schloss Kasper.

Heute Abend wird die zweite Hälfte der Bewohner zur Weihnachtsfeier eingeladen. Pfarrer Albert Raimann wird besinnliche und ermunternde Worte finden.