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Mit Fuss und Mund

Der FC Au-Berneck schafft's nach dem Aufstieg auf Anhieb auf Platz 3. Auf der Degern gibt's attraktiven Fussball und oft hitzige Schlussphasen zu sehen.
Yves Solenthaler

FC AU-BERNECK 05. Der Star des Teams, ja der Liga ist Volkan Akyildiz. Der 21-jährige Türke, der in Götzis aufgewachsen ist, erzielte 32 der 54 Auer Tore. Er dürfte den Verein verlassen. Dennoch wollen sich die Auer nächste Saison der 2.-Liga-Spitze weiter nähern, bzw. sie gar einnehmen.

Noch näher an die Spitze

Die Ambitionen fussen auf grossem spielerischen Potenzial. Als Warnung dient aber die Geschichte des letzten Au-Bernecker Abstechers in der 2. Liga: Nach dem zweiten Rang in der Saison 2008/09 stiegen sie in der folgenden Spielzeit ab. Hinweise, dass sich die Geschichte wiederholt, gibt es aber nicht. Das qualitativ jetzt schon hochwertige Kader wird verstärkt durch Rückkehrer Marco Bucciol (von Rüthi), Marc Gröber (Diepoldsau), Adrian Simic (St. Otmar/Winkeln) und Routinier Helder Antunes (Dardania). Der frühere Rebsteiner und St. Margrether Antunes soll die Abwehr stärken, die mit 39 Gegentoren – 16 in den letzten fünf Spielen – nicht durchwegs Spitzenteam-Niveau aufwies.

Dagegen stellt Au-Berneck nach Chur den zweitbesten Angriff. So kann man Sportchef Philippe Zoller beipflichten, wenn er sagt: «Wir spielen den attraktivsten Fussball im Rheintal.» Annähernd 60 Prozent der Auer Tore gehen auf Volkan Akyildiz' Konto. Seine Tore dürften nächste Saison fehlen: Akyildiz hat seinen Abschied angekündigt, der Verein sagt aber, das sei nicht sicher. Allerdings sagt Präsident Oliver Bachmann auch, die Verpflichtung eines neuen Stürmers befinde sich in der «Pipeline» – für den Fall der Fälle.

Offensiv und ungestüm

Der dritte Platz (am Schluss allerdings mit respektablem Abstand aufs Spitzenduo), bestes Rheintaler 2.-Liga-Team, offensiver Fussball – kein Wunder, ist die Auer Vereinsführung mit der Saison nach dem Aufstieg zufrieden.

Dennoch hatte sich der Verein im Winter von Trainer Memoli getrennt – in der Rückrunde mit dem neuen Trainer Andreas Lüchinger resultierten drei Punkte mehr als in der Vorrunde, und die Mannschaft schoss ein Drittel mehr Tore. Ein offenbar wichtiger Grund für den Trainerwechsel war die mangelhafte Disziplin in der Mannschaft. Faktisch hat der neue Trainer in dieser Beziehung eine Verbesserung erzielt – in der «Böse-Buben-Rangliste» (Strafpunkte), in der Au-Berneck im Winter noch Nummer 1 war, sind drei Teams knapp vorbeigezogen. Eines davon ist der FC Altstätten.

Diese Statistik deckt sich aber nicht unbedingt mit der Wahrnehmung der Zuschauer: Wenn Auer Spiele in der Endphase eng waren, bewegten sich stets zwei, drei Spieler am Rand zum Ausflippen; sie waren dann mit dem Mund mindestens so virtuos wie mit dem Fuss. Es ist wohl kein Zufall, dass die drei letzten knappen Spiele verloren wurden.

Auch das ist (noch) nicht Spitzenteam-Niveau.

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