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Mit Fachwissen und Humor

HINTERFORST. Eveline Dudda aus Hinterforst hat ein Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz geschrieben und gibt dieses im eigenen Spriessbürger-Verlag heraus.
Cécile Alge

Am 6. Januar kommt das Handbuch auf den Markt. Ungefähr so würde ich mir die Begegnung mit einer Agrar- und Gartenjournalistin vorstellen, die ihr erstes Buch über den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz geschrieben hat: Neben einem satt gewachsenen Gemüsebeet in der Frühlingssonne stehend und mit einer Tasse frischem Kräutertee in der Hand den Ideen, Tips und Erfahrungen der leidenschaftlichen Gemüsegärtnerin zuhörend.

Nette Begegnung

Doch die Begegnung von uns Berufskolleginnen gestaltete sich komplett anders: Ende Jahr, der Boden gefroren, die Gemüsebeete fast leer, das Buch kurz vor dem Druck und die Verlegerin so stark erkältet, dass sie eigentlich im Bett liegen müsste. Immerhin – die Tasse Kräutertee stimmt. Doch Eveline Dudda hat sich für den Termin aufgerappelt, denn schliesslich hat sie ein Jahr intensiv an ihrem Buch gearbeitet und will es nun auch vorstellen.

Und so sitzt die 56-Jährige am Küchentisch ihres Daheims an der Krans-Lachenstrasse 69 in Hinterforst und erzählt querbeet. Über ihren beruflichen Werdegang, über ihre Leidenschaft für das Gärtnern, über ihre zwei erwachsenen Kinder, über ihren Lebenspartner Guido Gschwend, den sie beim Klettern im Bündnerland kennengelernt hat und ohne den sie vielleicht immer noch dort leben würde, über die Motivation, ein Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat zu schreiben und über die Schwierigkeit, dieses zu finanzieren.

Buch statt Weltreise

«Andere machen eine Weltreise – ich gebe jetzt halt ein Buch heraus», sagt sie, lacht und blättert durch das Bündel Druckfahnen, das vor ihr liegt. Überhaupt mag sie trotz der starken Erkältung viel lachen. Eveline Dudda hat Humor und mag Humor.

Das sieht man auch dem Buch an, das sie übrigens zusammen mit Klaus Laitenberger geschrieben hat. Allein Titel und Titelbild bringen einem zum Schmunzeln: Eine strahlende Gärtnerin, die im Gemüsebeet kniet und sich einen Salat als Frisur auf den Kopf hält. Darunter steht «Spriessbürger», Handbuch für den Anbau von Gemüse und Salat in der Schweiz. Wer darin blättert, merkt rasch, dass es kein gewöhnliches Gartenbuch ist.

Viel Swissness

Nicht nur, weil es viel Swissness enthält (hier werden Rüebli auch Rüebli genannt und nicht Möhren oder Karotten … und Krautstiel findet man unter K und nicht unter S wie Stielmangold) oder weil es eine Art Kalenderreform anstösst und gärtnerische Mythen hinterfragt. Sondern auch, weil es ein Buch ist, das hält, was der Untertitel verspricht: Ein Handbuch.

Ein richtiges Handbuch

«Mein Ziel ist es, dass man das Buch häufig in die Hand nehmen wird, denn es enthält viel fundiertes Wissen und wichtige Informationen und ist trotzdem leicht zu lesen», sagt die Autorin. Und es sei auf die verschiedensten Bedürfnisse und Gärtnertypen abgestimmt. «Auf Balkongärtnerinnen und Familiengärtner oder für Leute mit Gärten im Tal und im Berggebiet», so Eveline Dudda.

Es enthält auch Hinweise, wie man beim Gärtnern auf den Klimawandel reagieren kann. Und es wird einem vorgerechnet, wie viel Fläche man für dieses oder jenes Gemüse benötigt. «Es ist auch ein Buch, das den Spass am Gemüsegärtnern steigert, weil es zu einer reichen Ernte verhilft und zeigt, dass nicht jeder Salat makellos schön sein kann. Ein richtiges Handbuch eben», verspricht Eveline Dudda. Und genau deshalb wurde das Werk auch nicht mit studioartigen Farbaufnahmen bebildert, sondern mit realistischen, humorvollen Schwarz-Weiss-Fotografien von Giorgio Hösli.

Darunter auch solche von Eveline Dudda. Sie, die nach unserem Gespräch wohl froh ist, dass sie nun in Ruhe ihre Erkältung auskurieren kann, ist aber immer noch bei Laune und verabschiedet sich mit einem Zitat aus dem Buch: «Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.» Wer sagt's denn. Das Buch erscheint am 6. Januar in einer Erstauflage von 5000 Stück im Spriessbürger-Verlag, den Eveline Dudda gegründet hat. www.spriessbuerger.ch.

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