Mit einem Bein in der vierten Liga

FUSSBALL. Was ist der Unterschied zwischen dem Zwei vom FC Altstätten und einem Marienkäfer? Der Käfer hat mehr Punkte. Der Witz ist zwar nicht neu, aber die Pointe trifft auf die Reserven zu, mit denen es in der Rückrunde eigentlich nur noch aufwärts gehen kann.

Mäx Hasler
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FUSSBALL. Was ist der Unterschied zwischen dem Zwei vom FC Altstätten und einem Marienkäfer? Der Käfer hat mehr Punkte. Der Witz ist zwar nicht neu, aber die Pointe trifft auf die Reserven zu, mit denen es in der Rückrunde eigentlich nur noch aufwärts gehen kann. 's Zwei ist nach der Hinrunde nämlich Letzter. «Dass der Ligaerhalt in dieser Gruppe eine schwierige Kiste wird, wussten wir spätestens nach den Niederlagen in den Freundschaftsspielen. Leider sind dann einfach auch Komponenten hinzugekommen, die so nicht zu erwarten waren», fasst Co-Trainer Marc Lüchinger die Ausgangslage zur Meisterschaft kurz zusammen. Nach den ersten Spielen schlich sich zudem viel Unruhe ein. Die hohen Niederlagen gegen Triesen (2:6), Sevelen (0:6) und Rüthi (2:4) sorgten für schlechte Stimmung im Team. Die Pleite gegen Rüthi war allerdings nicht zwingend. Auch das Kommen und Gehen auf dem Grüntal, wegen Verletzungen, Ferien, Militär, Unzufriedenheit, etc. war nicht förderlich, um eine Wende herbeizuführen. Dies führte laut Trainer Remo Gschwend zu einem markanten Leistungsabfall.

2.-Liga-Light

Spieler wie zum Beispiel Vlado Ljubicic, Thomas Ritter, Michael Wyss, Raffi Bösch, die erst gegen Mitte der Vorrunde zur Verfügung standen, mussten mit Jungen kompensiert werden. Dies war laut Marc Lüchinger aber ein Schritt, den nicht alle bewältigten. Der Aufstieg von der 2. Stärkeklasse A-Junioren in die «2.-Liga-Light» war zu viel für einige junge Spieler. «Ich spreche bewusst von einer 2.-Liga-Light, denn einige Teams spielen praktisch auf 2.-Liga-Niveau», so Lüchinger. Gegen Ende der Vorrunde wurde es besser, das Team konstanter, die Niederlagen knapper. Gschwend dazu: Waren es zu Beginn noch Niederlagen mit fünf und mehr Gegentoren, so hat sich dies verbessert und es waren knappe Spiele dabei.»

Trainer denken positiv

Gschwend hadert auch mit dem nötigen Wettkampfglück. Dass drei Spiele in der Schlussphase verloren gingen, schreibt Gschwend der fehlenden Routine und den physischen Voraussetzungen zu. Positiv für das Trainergespann ist die Entwicklung der Jungen, die nebenbei auch zum Aufstieg der A-Junioren beigetragen haben. Dies zeige, dass die gesamte Mannschaft nun Fuss gefasst habe in der Liga und diesen Weg unbeirrt weitergehen müsse. Rein rechnerisch lieg noch alles drin, und weder Lüchinger noch er seien die Typen, die die Flinte zu früh ins Korn werfen.

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