Mit Dudelsack und Blasmusik

Die St. Margrether Bundesfeier «trat im Schotten-Kilt daher» und liess die Nationalhymne von Mark Eisele standesgemäss im Rock gekleidet auf dem Dudelsack anstimmen.

Max Pflüger
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ST. MARGRETHEN. Bereits am Vorabend zum 1. August hatte die Gemeinde St. Margrethen zur Bundesfeier ins Schulhaus Wiesenau geladen. Trotz des anfänglichen recht heftigen Regens folgten die St. Margrether der Einladung und genossen einen geselligen Abend.

Musikalisch umrahmt von der MG St. Margrethen unter der Leitung von Vizedirigent Stefan Weber und dem Dudelsackbläser Mark Eisele sprach der St. Galler Regierungsrat Marc Mächler zu den Gästen.

Abwechslungsreich organisiert

Unter der Leitung von OK-Präsident Karl Schönenberger hatte die Gemeinde ein buntes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Rund um das zentrale Dreigestirn der Bundesfeier-Highlights – Rede, Lampionumzug, Feuerwerk – wurde es den Besuchern nicht langweilig.

Für das leibliche Wohl war die Festwirtschaft mit einem vielfältigen Grillangebot verantwortlich. Gute Stimmung schuf das Trio Volltreffer-Live, und ein breites Unterhaltungsangebot gab es auch für die jüngeren und jüngsten Festbesucher.

Dank freiwilliger Arbeit

In seiner ersten Bundesfeieransprache als frischgebackener St. Galler Regierungsrat stellte sich Marc Mächler die Frage, ob es überhaupt einen Anlass zum Feiern gebe. Und er beantwortete diese gleich klar mit einem deutlichen Ja.

Dass es uns gut gehe, sei keineswegs selbstverständlich. Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts habe man von der Schweiz als «Armenhaus von Europa» gesprochen. Sehr viele Leute seien aus der Schweiz ausgewandert und auf der Suche nach Arbeit und Einkommen in andere Länder geflüchtet.

Dass dies heute gerade umgekehrt sei, sei vor allem dem typisch schweizerischen Milizsystem und dem grossen freiwilligen Engagement der Einwohner zu verdanken.

In der Bundesverfassung ist dies so umschrieben: Jeder Schweizer hat eine gesellschaftliche Verantwortung und trägt nach eigenen Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei.

Zurück zu alten Tugenden

Leider ist festzustellen, dass die Bereitschaft dazu in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen hat. Die Gemeinde hat Mühe, alle politischen Ämter zu besetzen. Vereine finden immer weniger Mitglieder, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Marc Mächler rief seine Zuhörer dazu auf, diesen Trend umzukehren und zitierte John F. Kennedy: «Frage nicht, was dein Land für dich tut, sondern was du für dein Land tun kannst.»