Mit Anlaufschwierigkeiten

St. Margrethen hatte mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Mittlerweile ist die Mannschaft in der höheren Liga angekommen – das Ziel, an der Spitze mitzuspielen, wurde dennoch verfehlt.

Remo Zollinger
Drucken
Symbolisch: Während St. Margrethen irgendwann vorwärts kam, blieb Rüthi trotz Einsatz hinten. (Bild: Archiv)

Symbolisch: Während St. Margrethen irgendwann vorwärts kam, blieb Rüthi trotz Einsatz hinten. (Bild: Archiv)

FUSSBALL. Nach elf Spielen hat St. Margrethen nur zwölf Punkte auf dem Konto, ist auf dem neunten Rang klassiert. Dies stimmt nicht mit der Zielvorgabe überein. «Es dauerte lange, bis wir den Hebel umlegen konnten», so Präsident Natal Schnetzer, deshalb ist es uns nicht gelungen, vorne mitzuspielen, was zu Beginn unser Ziel war.

Fehlendes Selbstvertrauen

Nachdem der FC St. Margrethen in der letzten Saison einen Triumphzug hinlegte und unbesiegt aufstieg, startete er voller Selbstvertrauen in die neue Saison. Man erwartete, dass sich die Mannschaft auch in der zweiten Liga an der Tabellenspitze festsetzen würde, musste aber rasch zurückstecken. «Es waren viele Faktoren, die nicht zusammengepasst haben», bilanziert der scheidende Trainer Nino Vrenezi. St. Margrethen erhielt im Startspiel gegen Triesenberg das Ausgleichstor in der Nachspielzeit, darauf folgte eine Niederlage in Rorschach, ehe gegen Weesen wieder nur ein Punkt herausschaute. «Dies führte dazu, dass uns das Selbstvertrauen fehlte. Wir waren im Kopf nicht parat, konnten unsere Qualitäten nicht abrufen», so der Übungsleiter. Schnetzer geht damit einig: «Wir wussten nach der letzten Saison nicht mehr, wie man mit Negativerlebnissen umgeht. Diese summierten sich dann, was uns verunsicherte.» Nachdem St. Margrethen gegen Arbon und Montlingen empfindliche Niederlagen einsteckte, legte die Mannschaft den Hebel aber um.

Umschwung im Cup

Nach dem Sieg im Cup gegen Tägerwilen stimmten die Leistungen; mit Rüthi und Sevelen konnten die beiden Kellerkinder der Tabelle deutlich besiegt werden. Beim 4:2 gegen Goldach rief St. Margrethen seine beste Saisonleistung ab. «Das Selbstvertrauen war wieder da, so konnten wir die beiden Gegentore vor der Pause wegstecken und das Spiel doch noch für uns entscheiden», so Vrenezi. Nach dieser Entwicklung war einzig das 0:3 im letzten Spiel in Buchs ein Wermutstropfen.

Zufrieden ist Schnetzer mit der Entwicklung der neuen Spieler: «Antunes ist genau der Leader, den ich mir erhofft habe und Axhija ist ein junger Spieler mit einem riesigen Potenzial, das er in dieser Saison schon mehrfach angedeutet hat.»

Keine Revolution geplant

Obwohl Trainer Vrenezi im Anschluss an dieses Buchs-Spiel zurücktrat, beweist man beim FC St. Margrethen Geduld, versucht auf Kontinuität zu setzen. «Ich gehe davon aus, dass das Kader so zusammenbleibt. Wir müssen nun wieder zusammenwachsen und den richtigen Trainer finden», so Schnetzer, dann bin ich davon überzeugt, dass wir in der Rückrunde zulegen werden. Obwohl unser Ziel nun ein gesicherter Mittelfeldplatz ist, wollen wir angreifen. Ich bin überzeugt davon, dass wir bei günstiger Konstellation oben mitspielen können.» Überdies will sich St. Margrethen für die Hauptrunde des Schweizer Cups qualifizieren. Dafür fehlen noch zwei Siege.

Bezüglich Trainer steht Schnetzer bereits mit mehreren Kandidaten in Verhandlungen, eine Entscheidung könnte nächste Woche folgen.

Aktuelle Nachrichten