Mit Adlerblick ins neue Jahr

EICHBERG. Mit einem Vergleich aus dem Tierreich begrüsste und motivierte Vizepräsidentin Doris Brülisauer die Eichberger Bevölkerung zur Neujahrsfeier.

Gerhard Huber
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Die Ansprache hielt Vize-Präsidentin Doris Brülisauer.

Die Ansprache hielt Vize-Präsidentin Doris Brülisauer.

Etwa 60 Eichbergerinnen und Eichberger drängten sich vor dem Werkhof Dorf um die zwei offenen Feuerschalen, in denen knisternd brennende und glühende Buchenscheite für Licht und Wärme sorgten. Sie hatten die Einladung der Gemeinde zur Neujahrsbegrüssung genutzt, um Freunden, Kollegen, Bekannten und weniger bekannten Mitbürgern ein gutes neues Jahr zu wünschen, um einen kleinen Tratsch zu halten, sich mit allen ein wenig auszutauschen. Eine Neujahrsbegrüssung in familiärer Atmosphäre. Ausnahmsweise ohne Gemeindepräsident Alex Arnold, der seinen wohlverdienten Urlaub gerade in wärmeren Gefilden verbringt. So durfte Vizepräsidentin Doris Brülisauer im Namen der Gemeinde Eichberg die Anwesenden begrüssen und Glück für das neue Jahr 2015 wünschen.

Strategietag des Gemeinderates

In ihrer gelungenen Ansprache, der auch alle Gemeinderäte lauschten, gab sie einen Rückblick auf das vergangene Gemeindejahr, auf den Strategietag der Gemeinde, den Einkauf von Betreuungsplätzen im Altersheim Nova, die Beteiligung an der Kindertagesstätte Wunderland, die Erneuerung der Infrastruktur und die erste Etappe des Auerbach-Projektes.

Ente und Adler

Mit einem Vergleich aus dem Tierreich versuchte sie dann, die Wichtigkeit zur Übernahme von Eigenverantwortung in einem Gemeinwesen aufzuzeigen. Denn Gott hatte einst Ente und Adler geschaffen. Während die Ente gut gefüttert, sorgenlos und frei von Verantwortung auf immer in ihrem Tümpel vor sich hin schnatterte, hatte der Adler ein spannendes Leben, hoch über den Gipfeln, die grenzenlose Freiheit geniessend.

Diese Freiheit musste er sich aber verdienen, sein Fressen selbst suchen und schlagen. Der Mensch will natürlich am liebsten beides. Ein spannendes, freies Leben, aber ohne Verantwortung und Beschwerlichkeiten. Und dennoch brauche es gerade für das Gelingen und Funktionieren eines Gemeinwesens Leute, die eher dem Adler gleichen, die über den Rand des eigenen Teiches sehen, die die Gemeinde mitgestalten, Verantwortung übernehmen, die etwas tun und nicht nur schnattern.

Verantwortung übernehmen

Sei es in Vereinsvorständen, in der Freiwilligenarbeit, bei der Betreuung von Angehörigen und Nachbarn. «Verantwortung zu übernehmen mit dem Wissen, dass man es unmöglich allen recht machen kann, braucht Mut und Selbstvertrauen», folgerte Doris Brülisauer. Mit einem Augenzwinkern verwies sie darauf, dass es gerade bei den Bachprojekten einen Adlerblick oder wenigstens den Blick über das eigene Gärtchen brauche, damit das Ziel der Hochwassersicherheit nicht aus den Augen verloren wird.

Anschliessend an die Neujahrsansprache durften sich die Besucher des von Gemeindeschreiber Gregor Kaiser und dem Team der Gemeindeverwaltung organisierten Anlasses an einer köstlichen, heiss dampfenden Suppe des Hobbykochvereins Hochkapf-Chuchi delektieren.

Redner und Veranstalter bekamen viel Applaus. (Bilder: Ulrike Huber)

Redner und Veranstalter bekamen viel Applaus. (Bilder: Ulrike Huber)