Mit 30 in Topform

Heute bin ich 30. Geboren im Jahr, als Alphons Egli Bundespräsident war, Reinhold Messner als erster Mensch alle 14 Achttausender bestieg, Boxer Mike Tyson und Formel-1-Legende Alain Prost Weltmeister wurden und Boris Becker zum zweiten Mal Wimbledon gewann.

Andrea Kobler
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Maurus Gamper nahm an allen 30 Städtliläufen teil.

Maurus Gamper nahm an allen 30 Städtliläufen teil.

Heute bin ich 30. Geboren im Jahr, als Alphons Egli Bundespräsident war, Reinhold Messner als erster Mensch alle 14 Achttausender bestieg, Boxer Mike Tyson und Formel-1-Legende Alain Prost Weltmeister wurden und Boris Becker zum zweiten Mal Wimbledon gewann.

Strahlend, staunend, fragend

Meine vier Väter taten alles, um mir einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Rund 1300 Läufer weihten mich ein, 1000 Zuschauer spornten sie an. Luzia Sahli und Manuel De Oliveira gewannen, Roman Mattle lief als Neunter in die Top 10. An meinem 30. Geburtstag gab Mattle seinen Nachwuchsathleten des KTV Oberriet die Taktik bekannt.

Ich erlebte einen 30. Geburtstag wie aus dem Bilderbuch. Traumwetter, engagierte Helferinnen und Helfer, ein tolles Publikum, trotz der hohen Temperaturen schnelle Rennen und keine Unfälle. Die ersten Gratulanten kamen bereits kurz nach Mittag. Im Städtli bewegte sich die Läufer-Szene noch mehr als je zuvor – und sorgte für die, für einen Stadtlauf einzigartige Stimmung.

Meine Besucher versuchten sich im Mohrenkopf-Schiessen, falzten ein Jubiläums-Kässeli, informierten sich über neue Laufschuhe und -Ausrüstung, bestaunten das Finisher-Shirt. Ich aber konnte kaum erwarten, bis es losging. Die Läufe, die eigentlichen Highlights meines Geburtstags. Dann standen sie da, die Kleinen, zum Teil noch keine drei Jahre alt, mit kugelrunden Augen, strahlend, staunend, fragend. Was geht hier ab? Dann rannten sie los, Richtung Migros, zweigten ab in die Marktgasse, liefen ins Ziel. Glücklich die Finisher-Mütze auf dem Kopf, die Medaille um den Hals, die Jubiläums-Flasche in der Hand – bereit für ein Foto mit Rhombär – dem Star aller Kleinen.

Schnell wie ein Blitz

Kategorie um Kategorie gab sich die Hand. Buben und Mädchen, teils konzentriert, fokussiert, den Sieg vor Augen. Andere lockerer, aus Freude dabei. Ich freue mich über jeden Besuch. Ob Zuschauer oder Helfer. Roland und Alex, die Gründer, die heute noch Hand anlegen, die junge, engagierte OK-Crew, die unglaublich gut zusammenarbeitet. Ich freute mich über Hobbyläufer und Profis. Toll, dass solche wie «Longrunner» Felix, die sonst in der weiten Welt des Laufsports unterwegs sind, mir mit ihrem Kommen gratulierten, oder Isabella, die den ersten Lauf als eine der wenigen Frauen unter die Füsse nahm, unter den Zuschauern weilte.

Stolz bin ich auf alle, die den Städtlilauf absolvierten. Auf die vielen Kinder, alle motiviert, sich nichts schenkend. Auf Peter, der mit 47 erstmals am Start stand, auf Fabienne, die trotz ihrer Sehbehinderung mit viel Freude erstmals einen Stadtlauf absolvierte, auf Michele die Siegerin, oder über die Jubilaren wie Kuno. 30 Jahre dabei – und mit 76 Jahren noch schnell wie ein Blitz.