Mission Impossible im Tessin

Der SC Rheintal verliert sein letztes Playoff-Achtelfinal-Spiel gegen Chiasso viel zu deutlich mit 1:9 (0:2, 1:5, 0:2). Bereits der Start missriet den angeschlagenen Luchsen. Nach der Spielhälfte lagen sie mit 1:6 hinten und konnten nicht mehr reagieren.

Sepp Schmitter
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Wie bereits im ersten Auswärtsspiel gegen Chiasso (Bild) wurde der SCR von den Tessinern überrollt. (Archivbild: Larissa Binder)

Wie bereits im ersten Auswärtsspiel gegen Chiasso (Bild) wurde der SCR von den Tessinern überrollt. (Archivbild: Larissa Binder)

EISHOCKEY. Da beim Donnerstags-Spiel nebst den Langzeitverletzten auch noch Pfeiffer und Breitenmoser ausgefallen sind, standen dem Trainer vor dem wichtigen Auswärtsmatch im Tessin nur noch 13 Spieler aus dem Stammkader zur Verfügung. Darum mussten die Verantwortlichen schon tief in die Trickkiste greifen, um wenigstens noch drei komplette Blöcke ins Geschehen zu schicken. Sie sind im Team 2 fündig geworden und haben die drei ehemaligen Team-1-Spieler Bürki, Sutter und Hubatka motivieren können, bei dieser Aktion mitzumachen. Und diese Spieler machten ihre Sache gut und gaben trotz allem ihr Bestes.

Schlechter Start

Mit der Verletztenliste im Hinterkopf und dem Spiel vom Donnerstag in den Beinen traten die Rheintaler aufs Eis und wurden prompt sehr früh erwischt. Die Tessiner gingen schon nach zwei Minuten in Führung. Nach einem weiteren Tor in Überzahl durch Chiasso bekam Holenstein per Penalty die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Aber wenn es nicht läuft, werden auch solche Chancen nicht genutzt. Holenstein scheiterte, und die Spieler gingen mit einem 2:0 für Chiasso in die erste Drittelspause.

Nach vier Toren in den ersten sechs Minuten im Mitteldrittel gab es einen Torhüterwechsel beim SC Rheintal, Lütscher kam für Marti. Eine Minute später konnte Moser auf Zuspiel von Hubatka den Ehrentreffer für die Rheintaler zum 1:6 markieren. Natürlich war die Sache längst gelaufen, was auch der Pausenstand von 7:1 für die Tessiner klarstellte.

Endresultat zu deutlich

Im Schlussdrittel fielen nur noch zwei Tore, sodass es sich die Rheintaler ersparen konnten, zum Schluss der Saison noch ein Stängeli kassieren zu müssen. Denn so schlecht wie das Resultat, war das Spiel nicht, und die Luchse haben ihr Fell unter diesen Umständen so teuer wie möglich verkauft. Die Tessiner nutzten vier der sechs Powerplays zum erfolgreichen Torschuss, was meist bereits innert 20 Spielsekunden beim Fünf gegen Vier erledigt war.

Saisonziel verpasst

Damit geht die Saison für viele Eishockeyfans im Rheintal viel zu früh zu Ende. Eine Saison mit vielen Hochs und Tiefs. Bemerkenswert sind vor allem der 3:2-Sieg Anfang November beim späteren Gruppenzweiten Herisau. Aber auch an den Erfolg in der Verlängerung gegen Qualifikationssieger und Dominator Prättigau gegen Ende des Monats erinnert man sich gerne.

In der Vorrunde wurden insgesamt 20 Punkte erspielt, und der SCR lag an der Tabellenspitze. Doch in der Rückrunde haperte es dann, und es kamen nur noch zwölf Punkte dazu, was Ende Qualifikation nur Platz fünf bedeutete. Mit dem Ausscheiden gegen Chiasso wurde ein weiteres Mal das Saisonziel verpasst, denn eigentlich hätte man noch gerne die zweite Playoff-Runde gespielt.

Ob die vielen Verletzten, das ohnehin kleinste Kader der ganzen Gruppe oder einfach nur Pech die Ursache waren, werden die Verantwortlichen in den nächsten Wochen analysieren und die Weichen für die Zukunft stellen. Hoffentlich auf Richtung Erfolg.

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