Minimalistischer Turniersieger

Dank drei 1:0-Siegen gewinnt der FC Widnau den Beerli-Storen-Cup 2016 in Montlingen. Auf dem letzten Rang der vier Teilnehmer landet überraschend der FC Altstätten.

Dominik Sieber
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Den Turniersieg sicherte sich der FC Widnau, der alle Spiele mit dem knappstmöglichen Resultat gewann: Hier enteilt Dominik Nüesch dem Montlinger Argurian Bojaxhi. (Bilder: Dominik Sieber)

Den Turniersieg sicherte sich der FC Widnau, der alle Spiele mit dem knappstmöglichen Resultat gewann: Hier enteilt Dominik Nüesch dem Montlinger Argurian Bojaxhi. (Bilder: Dominik Sieber)

FUSSBALL. Der Beerli-Storen-Cup auf dem Kolbenstein ist seit über zehn Jahren der erste Fixpunkt im Fussball-Kalender in der Vorbereitung für die neue Spielzeit. Am Samstag spielten die Rheintaler Teams aus Rüthi, Widnau, Altstätten und Montlingen um den Turniersieg. In diesem Jahr war es das Turnier mit den wenigen Toren: In den sechs Partien fielen nur sieben Tore. Somit resultiere am Schluss fünfmal ein 1:0 und einmal ein Remis von 1:1.

Zufriedener Sonderegger

Auch der Turniersieger geizte mit Toren. Das Team von Cheftrainer Sven Sonderegger siegte gegen alle drei Rheintaler Kontrahenten mit 1:0 und holte sich so den Pokal. Der Titelgewinn der Mittelrheintaler war verdient. Die Widnauer zeigten von allen Teams den besten Fussball und operierten am wenigsten mit weiten Bällen. Daher war der Übungsleiter der Aegeten-Elf auch zufrieden nach dem Turnier: «Wir haben versucht, einen sauberen Spielaufbau aufzuziehen. Wenn man bedenkt, dass wir schon viele Ferienabwesende haben und ein junges Team gestellt haben, ist uns das ordentlich gelungen», sagte Sven Sonderegger.

Geschenkt wurde den Widnauern der Sieg aber in keinem Spiel. Allen voran zu Beginn des Turniers gab es viele harte Zweikämpfe in den Spielen. Prompt resultierte ein Verletzter am Turnier. Mit Kevin Steiger musste ein Altstätter ins Spital eingeliefert werden. Der Offensivspieler der Städtli-Elf hatte sich am Arm verletzt. Glücklicherweise konnte Steiger aber das Krankenhaus noch am gleichen Abend wieder verlassen.

Zdravkovic und Irisme stark

Dies war dann wohl auch ein Grund, weshalb die Altstätter am Schluss nicht um den Turniersieg mitspielten. Die Gäste aus der Stadt holten nur einen Punkt und besetzten somit den letzten Platz. Einzig Neuzugang Sahin Irisme konnte sich gut in Szene setzen. Der Widnauer im Dienste der Brunner-Elf war stets ein Unruheherd im Spiel des FCA. Der zweite auffällige Spieler des Turniers war der Neuzugang des Gastgebers: Marko Zdravkovic war mit zwei Toren der beste Torschütze, und er zeigte sein grosses Potenzial. Es zeigte sich bereits im ersten Testspiel mit der Kolbenstein-Elf, dass den Montlingern hier wohl ein guter Transfer gelungen ist.

Eine gewohnt solide Rolle am Turnier spielte der FC Rüthi. Der einzige Drittligist siegte zum Auftakt gegen den Altstätten verdient mit 1:0. Das Team von Trainer Didi Metzler erwies sich als taktisch clever und holte sich so den dritten Schlussrang.

Wiedersehen am Pokalturnier

Viele Erkenntnisse können aber aus den Spielen noch nicht gezogen werden. Bei den Teams fehlten einige Akteure, die wohl in der Meisterschaft unbestritten sind. Wie das Pokalturnier in Rebstein, in dem die Teams in dieser Woche am Mittwoch, Freitag und Samstag wieder aufeinandertreffen, geht es mehr darum, junge Akteure einzusetzen und den Zusammenhalt im Tal zu fördern.

Diesen Gedanken hat auch der Turnier-Sponsor des Beerli-Storen-Cups: Er hat alle vier teilnehmenden Teams zu einem gemeinsamen Besuch des Spiels FC St. Gallen gegen GC im August eingeladen. Mit dieser Aktion werden die kommenden Zweitliga-Derbies zwischen Altstätten, Widnau und Montlingen sicherlich lanciert.

Der neu beim FC Altstätten kickende Sahin Irisme war einer der auffälligsten Spieler des Turniers.

Der neu beim FC Altstätten kickende Sahin Irisme war einer der auffälligsten Spieler des Turniers.