Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mietwohnungsbautätigkeit muss weiter abnehmen

Wohneigentum bleibt in der Schweiz gefragt. Die Preise für STWE und EFH haben 2017 erneut spürbar zugelegt. Der bereits seit Anfang des Jahrtausends laufende Wohneigentumspreisboom setzt sich also fort. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf dem Markt für Wohneigentum zeigt sich insgesamt intakt. Die Anzahl der Such-Abos für die im Durchschnitt über 1 Mio. CHF teuren EFH hat weiter zugenommen, und die Vermarktungsdauer bleibt stabil. STWE profitiert darüber hinaus von Ausweicheffekten sowohl aus dem EFH- als auch dem Mietsegment. Denn Mieten bleibt teurer als Kaufen, vor allem aufgrund der tiefen Zinsen.

Die Hypothekarzinsen haben sich zum Jahreswechsel etwas von ihren Tiefstständen entfernt. Mit einer weiterhin vorsichtigen Normalisierung der Geldpolitik in Europa gehen wir aber nicht von einem kräftigen Zinsschub aus. Die Schweizerische Nationalbank wird die Negativzinsen in diesem Jahr wahrscheinlich noch unverändert lassen. Damit erwarten wir im Jahresverlauf nur einen moderaten Anstieg der Hypothekarzinsen. Dies wird die Finanzierungskosten allmählich steigen lassen. Die Wohnkostendifferenz zwischen Kaufen und Mieten dürfte aber nicht so schnell komplett verschwinden.

Am Mietwohnungsmarkt spielen Angebot und Nachfrage hingegen immer weniger gut zusammen. Die Angebotsmieten geben weiter nach. Seit dem Höhepunkt 2013 sind die Mieten mittlerweile um über drei Prozent gesunken. Dabei wird der Abwärtsdruck auf die Mieten noch unterschätzt. Denn viele Vermieter sind ungeachtet der steigenden Mietwohnungsleerstände bislang nicht bereit, stärkere direkte Preiskonzessionen einzugehen. In vielen Regionen hat mittlerweile eine Anpassung des Angebots begonnen. Die Anzahl der Baugenehmigungen hat sich schweizweit im Jahresverlauf 2017 spürbar abgeschwächt. Das Niveau bleibt trotz der starken Korrektur aber immer noch hoch. Und dem aktuell rekordhohen Angebot steht zudem ein niedrigeres Nachfragepotenzial gegenüber. Die Zuwanderung war 2017 das vierte Jahr in Folge deutlich rückläufig. Damit dürften die Mietwohnungsleerstände erst einmal weiter unverändert stark zunehmen. Um mittelfristig ein Aus-dem-Ruder-laufen der Leerstandssituation zu verhindern, muss die geplante Mietwohnungsbautätigkeit in diesem Jahr weiter klar abnehmen.

Interessiert? Sie wollen entsprechend dieses Fokus-Themas investieren? Ihre Raiffeisenbank hilft Ihnen gerne bei der konkreten Anlage-Umsetzung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.