Metzler-Nachfolge: Parteien gehen in Stellung

Erst Ende 2012 geht Gemeindepräsident Ernst Metzler in Pension. Doch schon jetzt, und seit langem, sind die Parteien – zum Teil intensiv – mit der Nachfolge beschäftigt. CVP, FDP, SP und SVP sind im Gespräch, doch bisher ohne Ergebnis.

Gert Bruderer
Drucken

balgach. Vor einem Jahr haben die Ortsparteien zum ersten Mal über das Thema geredet, letzte Woche trafen sie sich abermals. Wird eine Findungskommission gebildet? Sucht diese oder jene Partei ihren eigenen Kandidaten oder ihre eigene Kandidatin? Spannen Parteien allenfalls teilweise zusammen? Das sind Fragen, die sich naturgemäss stellen. Antworten gibt es erst ansatzweise.

CVP mit Projektgruppe

Ernst Metzler ist Mitglied der CVP, und es ist anzunehmen, dass es der Partei durchaus genehm wäre, weiterhin den Gemeindepräsidenten zu stellen. CVP-Präsident Nigg Weber sagt, die CVP-Ortspartei habe eine Projektgruppe gebildet, die bereits vor einem Jahr die Arbeit aufgenommen habe.

Mit den anderen Parteien, bestätigt Nigg, sei man zwar im Gespräch. Von einer Findungskommission sei man zum jetzigen Zeitpunkt allerdings weit entfernt.

FDP: Auswahl angestrebt

Die FDP Balgach hat sich schon vor über einem Jahr an einem Anlass mit der Frage beschäftigt, wie man sich den neuen Balgacher Gemeindepräsidenten vorstellt, welche Voraussetzungen man als wichtig erachtet. Parteipräsidentin Corinne Lei sagt, die FDP strebe die Kandidatur von mindestens zwei qualifizierten Bewerbern an, damit die Wählerschaft eine Auswahl habe. Sofern die Ortsparteien einen gemeinsamen Nenner finden, kann sich Corinne Lei auch vorstellen, dass gewisse Schritte zusammen unternommen werden. Dabei denkt die FDP-Präsidentin zum Beispiel an ein gemeinsam finanziertes Inserat oder an die gemeinsame Sichtung von Bewerbungsunterlagen.

Viel weiter gingen die Aufgaben einer eigentlichen Findungskommission, die natürlich auch eine Auswahl zu treffen hätte.

SVP: Einen Gang höher schalten

Die SVP-Ortspartei, deren Präsidentenamt derzeit vakant ist, macht sich zwar Gedanken, hat das Vorgehen allerdings noch nicht bestimmt. Vizepräsidentin Martha Nüesch sagt, nach den Sommerferien schalte man einen Gang höher.

Vor Metzler war's ein SP-Mann

Auch die SP beschäftigt sich noch mit der Frage nach dem Vorgehen und hofft, Ende August mehr zu wissen. Zumal Ernst Metzlers Vorgänger Arnold Ruppanner ein (seinerzeit überraschend gewählter) SP-Vertreter war, dürfte die SP beim Gedanken ans Gemeindepräsidium in schönen Erinnerungen schwelgen.

Dennoch: «Unser Hauptziel muss eine kompetente Person für das Gemeindepräsidium sein», sagt SP-Präsidentin Rosmarie Sieber. Wenn dann auch noch die zwei Buchstaben SP stimmen – «um so besser.»