Metaphern für das Menschsein

Über Umwege kam die Glarnerin Regula Basciani aus Näfels zur Kunst. Im Stellwerk zeigt sie vom 7. bis 14. März ihre Themenarbeit «Bäume».

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Regula Basciani mit einer Baumarbeit. (Bild: pd)

Regula Basciani mit einer Baumarbeit. (Bild: pd)

HEERBRUGG. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Kindergärtnerin, später als Musiklehrerin für Früherziehung und Grundschulung, besuchte Regula Basciani eine Kunstausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste.

Sie arbeitet mit Acrylfarben, bevorzugt auf Papier und Karton. Und auch in den graphischen Drucktechniken ist die Kunstschaffende tätig. Dazu gehören Kaltnadel, Radierungen und Aquatinta. Diese Techniken gehören zum Tiefdruck. Dazu kommen die manuellen Drucktechniken des Hochdrucks, wie Holz- und Linolschnitte.

Für die Ausstellung im Stellwerk setzte sich die Künstlerin Regula Basciani mit dem Thema Bäume auseinander. Sie zeigt verschiedene Arbeiten in oben erwähnten Techniken. Rinden, die ineinanderfliessen oder Knorriges neben Glattem oder Exoten gegenüber Heimischem – mit Farbe und Form finden Teilausschnitte mit einzigartigem Ausdruck und Aussagekraft zu einem neuen Ganzen.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Bäume weiss die Künstlerin auch viel darüber zu berichten: «Bäume sind in ihrer Art beeindruckend, denn sie eignen sich bestens als Metaphern für das Menschsein. So kommen Fragen auf wie zum Beispiel: Durfte sich der Baum wild entfalten oder wurde er zurechtgestutzt? Wurde er mit Hilfsmitteln in Form gebracht? Welche Parasiten plagen ihn? Ist er Nutz- oder Zierbaum? Themen, die auf den Menschen übertragen werden können: Aussagen zum Zustand unserer Seele, über Funktionieren oder Scheitern und unsere Existenz und deren Sinnhaftigkeit – werden wir wahrgenommen als das, was wir sind?» Für Basciani ist nicht nur das Zu-Papier-Bringen wichtig, sondern vor allem der tiefe Sinn. Sie meint: «Kunst bedeutet für mich die Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen, die mir im Alltag begegnen.» – Die Ausstellung ist an vier Tagen geöffnet und beginnt mit einer Vernissage am Freitag, 7. März, um 19.30 Uhr. (kfn)

Öffnungszeiten: Samstag, 8. März, 14–19 Uhr; Sonntag, 9. März, 10–12 und 15–18 Uhr; Donnerstag, 13. März, 14–18 Uhr und Freitag, 14. März, 17–20 Uhr.

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