Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Meinungen über kürzesten Linienflug sind gespalten

Wirtschaftlich wichtig oder ökologisch absurd: Kantonsräte äussern sich zum Linienflug mit Stopp in Friedrichshafen.
Jolanda Riedener

In acht Minuten von Altenrhein nach Friedrichshafen: Am zweiten November fliegt die People's Viennaline das erste Mal von Altenrhein via Friedrichshafen nach Köln. Der weltweit kürzeste internationale Linienflug polarisiert und hat Kritiker mobilisiert.

Guido Etterlin, SP-Kantonsrat und Stadtrat aus Rorschach, steht dem Kurzstreckenflug kritisch gegenüber. «Aus ökologischer Sicht ist dieser achtminütige Flug absurd», sagt Etterlin. Insbesondere Kurzstreckenflüge hätten einen enormen Kerosinverbrauch, weil Start und Landung am meisten Sprit verbrauchten. Er würde sich stattdessen effiziente Bahnverbindungen wünschen. «Die Stärkung der Wirtschaftsregion St. Gallen – Rorschach wird nicht von diesem Minutenflug abhängen», sagt Etterlin.

Robert Raths, Kantonsrat und Gemeindepräsident von Thal betont, dass die People's Viennaline einen wirtschaftlichen Auftrag erfüllen müsse. «Das Unternehmen muss mit der Zeit gehen und entsprechend handeln», sagt Raths, der dem Ausbau positiv gegenüber steht. «Für die Region ist das eine Aufwertung.» Die Zukunft werde zeigen, ob das Konzept aufgeht.

«Vernünftig von A nach B kommen»

«Aus wirtschaftlicher Sicht kann ich verstehen, dass eine Anbindung an Friedrichshafen interessant wäre», sagt CVP-Kantonsrätin Monika Lehmann-Wirth. Besser finden würde sie aber eine Anbindung an den Flughafen Zürich. «Aus ökologischer Sicht und aus Lärmgründen bin ich keine Befürworterin der Fluglinie», sagt Lehmann-Wirth.

Laut Michael Götte, SVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident von Tübach hat der Flughafen in Altenrhein für die Region eine grosse Bedeutung, die gerne unterschätzt werde. «Dem Flughafen Altenrhein sollte man die Chance geben, sich zu entwickeln», sagt Götte. Kleine Flugplätze stünden unter wirtschaftlichem Druck. Nach Köln könne er sich vorstellen, selbst einzusteigen. «Für mich zählt, wie man vernünftig von A nach B kommt.» Als Freizeitvergnügen von Altenrhein nach Friedrichshafen fliegen würde er eher nicht.

«Ob der neue Linienflug mehr Touristen in die Ostschweiz bringt, wird sich zeigen», sagt Martina Kaiser, Leiterin Kommunikation von St. Gallen-Bodensee Tourismus. Grundsätzlich sei aber jede zusätzliche Destination, die von Altenrhein aus angeflogen werde, eine Chance.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.