«Mein Bauchgefühl sagt: 95 % waren gut»

DIEPOLDSAU. Sechs Jahre hat es gedauert, bis in Diepoldsau wieder eine Gewerbeausstellung stattfand. So lange soll das Dorf nicht mehr warten, sagt OK-Präsident Carsten Zeiske. Die Diga '15 war erfolgreich, deshalb ist eine Fortsetzung unter dem neuen OK sicher.

Seraina Hess
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2000 Besucher wurden erwartet. Carsten Zeiske schätzt, dass es am Wochenende mehr waren. (Bild: Seraina Hess)

2000 Besucher wurden erwartet. Carsten Zeiske schätzt, dass es am Wochenende mehr waren. (Bild: Seraina Hess)

Carsten Zeiske ging am Wochenende den Weg vom Diga-Eingang zum Ausgang etliche Male. Der OK-Präsident liess sich von den Ausstellern immer wieder versichern, dass alles in Ordnung war. Für ihn waren die Rundgänge eine Freude: «Meine Erwartungen wurden übertroffen, vor allem mit Blick auf die Bauweise der Stände, die sehr aufwendig gestaltet worden sind.» Eindrücklich sei auch die Zusammenarbeit der Aussteller gewesen. Man habe sich geholfen, wo es nur ging, selbst Konkurrenten aus derselben Branche.

Nicht auf Lorbeeren ausruhen

Auch die Rückmeldungen der Besucher aus Diepoldsau und Umgebung waren gut. Geschätzt haben sie vor allem die breiten Gänge und die im Vergleich zum alten Standort hellere Ausstellung. Vor sechs Jahren fand die Diga noch in einer Tiefgarage statt. Allein die Tatsache, dass die letzten Gäste die Bar am Sonntag erst um 6 Uhr früh verliessen, spricht für die Diga. Das viele Lob freut Zeiske. Doch sich auf den Lorbeeren auszuruhen, davon halte er nicht viel. Deshalb steht der Termin für die nächste OK-Sitzung, in der es auch Kritik geben soll, bereits fest. Eines weiss Zeiske schon jetzt: In der Festwirtschaft muss künftig grosszügiger gerechnet werden, denn am Samstagabend gab es einen Cervelat-Engpass. «Wir sind keine Gastro-Profis», sagt Zeiske, die Berechnung sei deshalb schwierig. Viele weitere Negativpunkte seien an der Nachbesprechung aber nicht zu erwarten: «Mein Bauchgefühl sagt: 95 Prozent der Diga waren gut.»

Voraussichtlich in vier Jahren

Der Cervelat-Nachschub, der organisiert werden musste, könnte auch als weiteren Beweis gesehen werden, dass die Diga gut ankam. Mit 2000 Gästen rechnete das OK – betrachtet man die Konsumation, seien es viel mehr gewesen. «Auf eine Zahl möchte ich mich aber nicht festlegen», sagt Zeiske.

Vermutlich ist es eine Zahl, die jene Gewerbetreibenden ärgern würde, die einen Stand an der Diga ablehnten. Carsten Zeiske geht deshalb davon aus, dass an der nächsten Messe ein paar Aussteller zu den jetzigen 50 dazustossen werden. Denn eines steht fest: Die Diga wird wieder stattfinden, vermutlich im Vierjahresrhythmus.

• UNTERES RHEINTAL 31