Altstätten
«Naturstadt – natürlich in Altstätten»: Mehraufwand hat sich gelohnt

OK-Präsidentin Maria Lütolf wollte mit der Naturstadt Grenzen sprengen. Ihre Erwartungen wurden übertroffen.

Monika von der Linden
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Luzia Enzler-Good, med. Masseurin, eidg. FA und dipl. Craniosacraltherapeutin von der Gesundheitspraxis Good in Au. Colin Messmer von der Gärtnerei Messmer baut die Naturoase in der Marktgasse nach zwei Monaten zurück.
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Luzia Enzler-Good, med. Masseurin, eidg. FA und dipl. Craniosacraltherapeutin von der Gesundheitspraxis Good in Au. Colin Messmer von der Gärtnerei Messmer baut die Naturoase in der Marktgasse nach zwei Monaten zurück.

Luzia Enzler-Good, med. Masseurin, eidg. FA und dipl. Craniosacraltherapeutin von der Gesundheitspraxis Good in Au. Colin Messmer von der Gärtnerei Messmer baut die Naturoase in der Marktgasse nach zwei Monaten zurück.

Bild: ps Bild: Monika von der Linden

Manch ein Passant hat sich an die Gartenoasen und aussergewöhnlich vielen Blumen im Städtli gewöhnt. Doch die Pracht ist wieder weg. Am Montag ist die Gartenschau «Naturstadt – natürlich in Altstätten» zu Ende gegangen. Die Gärtner haben ihre Arrangements zurückgebaut, die Pflanzpaletten sind abgeräumt.

Katerstimmung kommt deswegen bei Maria Lütolf aber nicht auf. Im Gegenteil, die OK-Präsidentin ist zufrieden und zieht ein positives Résumé: «Zu mir sind durchwegs tolle Rückmeldungen vorgedrungen», sagt sie.

Eine Augenweide mitten im Stillstand der Pandemie

Es war lange nicht sicher, ob die Gartenschau erfolgreich verlaufen würde. Mitten im Stillstand der Pandemie hatte es das OK gewagt, die Altstadt in eine Augenweide zu verwandeln. Die Organisatoren hatten die Dauer der Gartenschau von einem auf zwei Monate verdoppelt und das Rahmenprogramm ausgedehnt. Das Schutzkonzept und die dazugehörigen Kontrollen verursachten zusätzliche Kosten. «Trotz der Einschränkungen hat sich der Mehraufwand gelohnt», sagt Maria Lütolf. Und dies, obwohl ein grosser Gastroanlass und die Internationale Musische Tagung (Imta) mit bis zu 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht stattgefunden hat.

Immer wieder kamen Besucher ins Städtli und hielten einen Ortsplan in den Händen, um alle zwölf Gartenoasen zu finden. «Manche unternahmen bewusst einen Ausflug in die Naturstadt und suchten sich einen Platz für ihr Picknick. Ich bin stolz», sagt Maria Lütolf.

In einer Zeit, in der rundherum kaum etwas gelaufen sei, habe sie über den Tellerrand geschaut und Grenzen sprengen wollen. Ihre Erwartungen wurden übertroffen. Altstätten habe gezeigt, was die Stadt zu leisten vermag. Das OK ist überzeugt, dass es sich für alle Beteiligten gelohnt hat, die Ausstellung zeitlich und inhaltlich auszuweiten. Die Gartenbaubetriebe hätten nur einen geringen Mehraufwand gehabt. Die Auf- und Abbauarbeiten seien gleich geblieben, ganz unabhängig von der Nutzungsdauer. Die Pflege der Anlagen benötigte zwar etwas mehr Zeit, sie zahlte sich aber aus. Die Gartenoasen dienten länger als Werbeträger.

Die Ladenbesitzer hätten gemerkt, dass zum Beispiel der Yogaevent Menschen ins Städtli geführt hat. «Mir ist es mehr wert, dass sie Altstätten als Einkaufsstadt wahrnehmen und hoffentlich immer wieder kommen», sagt Maria Lütolf. Die OK-Präsidentin möchte an den Erfolg der Naturstadt anknüpfen. «Wir haben gesehen, wie gut es den Leuten gefallen hat», sagt sie. Ihr Ziel ist es, die Gartenausstellung in der erweiterten Form fortzuführen. «In zwei Jahren gern wieder», sagt sie über ihren Wunsch, Altstätten wieder als Naturstadt zu präsentieren.