Altstätten
Preisverleihung, Alphornbläser und Ausfahrt mit Lastwagen und Pony Riders: Am Zweitakter-Treffen nahmen insgesamt 317 Fahrzeuge teil

Die Beteiligung am zweiten Zweitakter-Treffen war um gut ein Fünftel höher als im letzten Jahr. OK-Präsident Renato Willi spielt bereits mit dem Gedanken, den Anlass im nächsten Jahr an zwei Tagen durchzuführen.

Gert Bruderer
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Insgesamt 317 Fahrzeuge nahmen teil, 58 mehr als beim ersten Mal.

Insgesamt 317 Fahrzeuge nahmen teil, 58 mehr als beim ersten Mal.

Bild: Gert Bruderer

«Mer händ gad no Gfell gha», meinte Renato Willi. Zwei Tage vor Einführung der Zertifikatspflicht fand auf der Altstätter Allmend der Anlass des Vollmond-Clubs statt. Willi ist sowohl Clubpräsident als auch OK-Vorsitzender.

Vielleicht erfolgt sogar ein Ausbau

Eigentlich wäre das Zweitakter- Treffen für den Sonntag geplant gewesen, doch das Areal war schon für einen Flohmarkt vorgesehen. Für das dritte Treffen nächsten Sommer reservierte Willi vorsorglich beide Tage eines Wochenendes. «Mal schauen, ob’s am Samstag oder Sonntag besser läuft», meinte der OK-Chef am Vormittag, um ein paar Stunden später hinzuzufügen:

Renato Willi ist OK-Präsident und Zudem Vorsitzender des Vollmond-Clubs.

Renato Willi ist OK-Präsident und Zudem Vorsitzender des Vollmond-Clubs.

Bild: Gert Bruderer
«Vielleicht machen wir das dritte Treffen nächstes Jahr sogar an beiden Tagen.»

Den Anstoss zu dieser Veranstaltung hatte Simon Büchel als Leiter der Rheintalmesse seinerzeit gegeben, mit seiner Idee, ein Vespa-Treffen zu organisieren. Renato Willi erweiterte den Kreis der potenziellen Teilnehmer, indem er sich für ein Zweitakter-Treffen entschied.

Viele Töfflis, aber auch andere Fahrzeuge

317 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen mit je einem Fahrzeug. Viele Töfflis waren da, aber auch Fahrzeuge wie ein Traktor, ein Piaggio, Vespas oder andere Modelle gab es zu sehen (und zu hören).

Ein Mechaniker brachte den Unterschied zwischen einem Zweitaktmotor und einem Viertakter so auf den Punkt: Der Zweitakter zündet bei jeder Umdrehung, der Viertakter bei jeder zweiten Umdrehung. Auch das Publikum war dem Anlass zugeneigt.

Bereits im Vorverkauf waren 400 Eintrittskarten weggegangen. Das lag auch am Rahmenprogramm, zum Beispiel den Alphornbläsern am Morgen oder an der Prämierung in fünf Kategorien (Vespa, Mofa, 50ccm, originellstes Fahrzeug, Distanz zwischen Wohnort und Durchführungsort); einen Preis bekamen jeweils die drei Erstplatzierten.

Auch eine zwanzigminütige Ausfahrt gehörte dazu. Vorn fuhr Thomas Eugster mit dem Lastwagen, begleitet wurde der Tross von den Pony Riders, die auf Kreuzungen eine gewisse Aufsichtsfunktion erfüllten. (Pony ist eine Mofa-Marke.)

Neben den gut vertretenen «Töfflis» waren auch spezielle Fahrzeuge wie dieses zu sehen.

Neben den gut vertretenen «Töfflis» waren auch spezielle Fahrzeuge wie dieses zu sehen.

Bild: Gert Bruderer

Auch über 50-Jährige fahren gern Töffli

Es ist nicht nur das Zweitakter-Treffen ein spezieller Anlass, sondern auch der organisierende Vollmond-Club ein spezieller Verein. Maximal zwölf Mitglieder gehören ihm an.

Das hat damit zu tun, dass pro Jahr im Durchschnitt zwölfmal Vollmond ist. Die Mit­glieder kommen bei Vollmond zusammen, treffen sich zu Aus­flügen, Besichtigungen und anderen Unternehmungen. Letztes Jahr besorgte der Club auf der Altstätter Allmend die Festwirtschaft für den Food-Track.

Dass Töfflifahren nicht nur etwas für Junge ist, zeigen zwei Beispiele: Der 52-jährige Rüthner Christof Bösch war mit einem Quadro-Töffli zur Stelle. Obschon er einen Jeep und ein Velo besitzt, fährt er fleissig mit dem Mofa. Auch der 58-jährige Montlinger Roland Lüchinger, Spitzname Lisi, hat sein Töffli rege in Betrieb. Sogar zur Arbeit fährt er regelmässig mit seinem Saxonette (Zwei-Gang-Automat).

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