Statistiken
Kantonale Fachstelle für Statistik: Mehr Todesfälle, mehr Geburten und mehr Hochzeiten im Rheintal

Die Pandemie hat das Rheintal in vielerlei Hinsicht beeinflusst. So gab es im Vorjahr zwar mehr Todesfälle als noch 2019, dafür aber auch mehr Geburten.

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Mehr Neugeborene als im Vorjahr: Im Rheintal erblickten 2020 fast 800 Kinder das Licht der Welt.

Mehr Neugeborene als im Vorjahr: Im Rheintal erblickten 2020 fast 800 Kinder das Licht der Welt.

Bild: Philipp Schmidli

(seh) Das Jahr 2020 hat Spuren hinterlassen: Das zeigt sich auch anhand der Zahlen, welche die kantonale Fachstelle für Statistik gestern veröffentlicht hat. Die Angaben basieren auf Daten des eidgenössischen Amtes für das Zivilstandswesen.

Mehr Todesfälle als noch 2019

Daraus geht – wenig erstaunlich – eine Zunahme bei den Todesfällen hervor: 2020 starben im Kanton 4767 Personen, im Vorjahr waren es 4047. Die Zahl der Todesfälle liegt damit bei 9,3 Personen pro 1000 Einwohner der mittleren Wohnbevölkerung und entspricht dem gesamtschweizerischen Schnitt (Vorjahr: 7,9). Im Rheintal liegt der Wert mit 8,6 verstorbenen Personen pro 1000 Einwohner leicht darunter (Vorjahr: 7,7). Insgesamt sind 636 Rheintalerinnen und Rheintaler gestorben, 73 mehr als 2019.

Die Pandemie hat aber nicht nur die Todesfälle steigen lassen: 2020 sind im Kanton 5345 Kinder und damit 76 Babys mehr geboren worden als 2019; das entspricht 10,4 Geburten pro 1000 Einwohner. Um die exakt gleiche Zahl sind die Geburten im Rheintal gestiegen: Waren es 2019 noch 710 Neugeborene, waren es im letzten Jahr 786. Auf 1000 Einwohner gerechnet sind innerhalb der Region in St.Margrethen mit 11,9 am meisten Neugeborene registriert worden, am wenigsten in Rebstein mit 8,7. Gemäss den Statistikern waren Erstgebärende bei der Geburt durchschnittlich 30,5 Jahre alt. Damit hat sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr um weitere 0,2 Jahre erhöht.

Im Rheintal gab es mehr Hochzeiten

Während die Eheschliessungen im letzten Jahr innerhalb des Kantons mit 2343 Ehen um 180 abgenommen haben, liessen sich die Rheintalerinnen und Rheintaler ihre Heiratspläne nicht von Corona vermasseln. Die Anzahl Hochzeiten ist leicht gestiegen, und zwar von 356 auf 372. Auf 1000 Einwohner kommen damit rund fünf Hochzeiten; kantonal sind es 4,6, gesamtschweizerisch 4,1. Für drei Viertel der St.Galler Paare war es die erste Eheschliessung, die Frau war dabei im Schnitt 29,8 Jahre alt, der Mann 32.

Die Zahl der Scheidungen ging im Kanton um 49 Fälle zurück. Im Jahr 2020 wurden 927 Ehen aufgelöst, das sind 1,8 Scheidungen pro 1000 Einwohner. Im Rheintal sind die Scheidungen kaum merklich von 119 auf 110 gesunken, was auf 1000 Einwohner gerechnet einem Wert von 1,4 entspricht. Knapp ein Fünftel der geschiedenen Ehen im Kanton dauerte weniger als sechs Jahre.

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