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Mehr Platz für die nächste Generation

Der 33 Jahre alte Kindergarten Mitteldorf wird erweitert. Mit Gummistiefeln, Regenschutz und Schaufeln ausgerüstet, feierten die Kinder am Dienstagmorgen den Spatenstich für ihre künftigen Schulzimmer.
Valentina Thurnherr

DIEPOLDSAU. «Ich ging in den alten Kindergarten Mitteldorf, dessen Standort auf dem jetzigen Noventa-Parkplatz war», sagt Patrick Spirig, Schulratspräsident von Diepoldsau. «Einige Jahre später half ich dabei, die Pläne für diesen Kindergarten zu zeichnen und jetzt bin ich wieder beteiligt an einem Neubau», sagt er schmunzelnd.

Auf dem Hof haben sich bereits die Kinder versammelt. Viele der Buben und Mädchen haben allerdings nur Augen für den grossen Bagger, mit dem kurz zuvor noch einige Schuttteile weggeräumt worden waren.

Ebenfalls anwesend sind die beiden Schulräte Beat Hutter und Dominique Baumgartner, sowie die verantwortliche Bauplanerin Felicitas Wolf, von den Ventira Architekten.

Das Dorf wächst

«Vor 33 Jahren stand schon mal ein Grüppchen Kindergärtler auf diesem Platz, um einen neuen Kindergarten einzuweihen», beginnt Patrick Spirig seine kurze Ansprache. «Damals hat ganz sicher noch niemand daran gedacht, dass es im Jahr 2016 eine Erweiterung geben wird.»

Dass ein solcher Anbau überhaupt nötig ist, hängt mit Prognosen von 2014 zusammen, die aufzeigten, dass die Anzahl Kindergärtler kontinuierlich zunimmt. Und das vor allem in Diepoldsau. Daraus entstand das Projekt für den Erweiterungsbau. Dabei wird der Mittelteil des jetzigen Gebäudes abgebrochen und durch einen zweieinhalbgeschossigen Neubau ersetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,37 Mio. Franken. In dieser Kostenrechnung ist der Minergiestandard sowie eine integrierte Photovoltaik-Anlage enthalten.

Somit sind auch die energetischen und nachhaltigen Ansprüche an ein Gebäude gedeckt. Der straffe Zeitplan konnte bis jetzt eingehalten werden. «Wir hoffen, dass es auch in den nächsten vier Monaten so gut aufgeht und der Anbau bis Ende Oktober fertig ist», sagt Spirig.

Lehrkräfte entwickeln mit

Bei der Planung des Anbaus wurden die Kindergärtnerinnen einbezogen. Zusammen mit Schulleiter Titus Schmid arbeiteten sie aus, was im Neubau alles benötigt wird. So gibt es einen Hauptraum, eine Galerie, eine Garderobe und WC-Anlagen, einen Materialraum, ein Vorbereitungszimmer für die Lehrer, einen gedeckten Vorplatz und einen Förderraum mit kleinem Lager.

Dieser Raum wird vor allem für Logopädie, Heilpädagogik, Psychomotorik-Therapie und Teamteaching benutzt. «Etwas, das vor gut dreissig Jahren nicht denselben Stellenwert genoss wie heute», sagt Spirig.

Kleine Wunschliste

«Zum Schluss habe ich noch zwei Wünsche», sagt Patrick Spirig und schaut in die Runde. «Habt ihr auch Wünsche?» fragt er schliesslich mit einem Lächeln. Die Kinder rufen aufgeregt durcheinander, wobei das Wort «Znüni» deutlich herauszuhören ist. Die Mädchen und Buben haben offensichtlich gerade andere Prioritäten.

«Erstens wünsche ich mir eine unfallfreie Bauzeit», fährt Spirig fort. «Und als zweites – eine trockene.»

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