Mehr Leute ins Städtli holen

Am Samstag, 30. Juni, ist in Altstätten wieder «Markt & Kulinarik» angesagt. Christian Willi, Präsident der Altstätter Marktkommission, sieht darin neben der Attraktivitätssteigerung auch die Möglichkeit, das Miteinander zu fördern.

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Mit «Markt & Kulinarik» ist Christian Willi bisher zufrieden. «Hundertprozentig recht machen kann man es so oder so nicht allen.» (Bild: Kurt Latzer)

Mit «Markt & Kulinarik» ist Christian Willi bisher zufrieden. «Hundertprozentig recht machen kann man es so oder so nicht allen.» (Bild: Kurt Latzer)

Herr Willi, «Markt & Kulinarik» findet zum dritten Mal statt. Wie war in den vergangenen Jahren das Echo der Besucher und der Marktfahrer?

Christian Willi: «Markt & Kulinarik» ist beim Publikum sehr gut angekommen. Die Leute schätzen die Kombination von Bauernmarkt, Präsentation des einheimischen Handwerks und kulinarischem Angebot. Auch das Echo der Standbetreiber, die ihre selbst hergestellten Waren angeboten haben, war ausgezeichnet. Viele von ihnen haben gleich nach dem Markt fürs nächste Jahr einen Stand reserviert.

Und die Besucherzahlen?

Willi: Wie viele Besucher kommen, hängt auch vom Wetter ab. Als wir den Spezialmarkt das erste Mal durchgeführt haben, hatten wir am Nachmittag sehr wenig Besucher, es war unglaublich heiss. Im vergangenen Jahr war «Markt & Kulinarik» sehr gut besucht, auch von Leuten aus der ganzen Region und dem Appenzellerland.

Letztes Jahr gab es Kritik von Gewerbetreibenden an der Obergasse. Anstatt der Spezialmärkte solle man sich mehr auf die Hauptmärkte konzentrieren und diese stärken, hiess es.

Willi: Es ist schwer, es allen recht zu machen. Ich glaube, es geht nicht einmal um die Spezialmärkte, sondern immer wieder um die autofreie Marktgasse und Obergasse. Kritik gab es, weil man nicht zu den Läden fahren konnte. Dabei stammt die Idee für den Altstätter Samstag und der Spezialmärkte von der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Altstätten. Die Marktkommission hat dies aufgenommen und unterstützt. Die Samstage wurden bewusst gewählt, für Leute, die Märkte unter der Woche nicht besuchen können. Wenn es uns gelingt, neue Besucherinnen und Besucher ins Städtli zu holen, profitieren davon wahrscheinlich auch die Fachgeschäfte.

Mit welchen Behinderungen muss man in der Marktgasse und der Obergasse am 30. Juni rechnen?

Willi: Es ändert sich nichts. Markt- und Obergasse sind am 30. Juni autofrei. In der Marktgasse und der Obergasse wird es etwa 60 Stände geben. Um die Sicht auf die Auslagen der Geschäfte nicht zu behindern, dürfen dieses Mal fast keine Verkaufswagen oder Stände mit hohen Wänden aufgestellt werden. Nur die hölzernen Stände der Stadt sind zugelassen.

Was gibt es sonst Neues bei «Markt & Kulinarik»?

Willi: Am Markt treten über hundert Schülerinnen und Schüler der Musikschule Oberrheintal auf. Aufgeteilt in verschiedene Ensembles, von der Band bis zur Handörgeligruppe, unterhalten sie in der Marktgasse und in der Obergasse. Kinder können sich dieses Jahr auf einem Karussell, einer Hüpfburg oder beim Eselreiten vergnügen. Sonst ist das Angebot etwa gleich wie in den vergangenen Jahren, mit der Präsentation einheimischen Handwerks, dem Bauernmarkt und vielem mehr. Das Haus Viva haben wir wieder im Boot. Dort gibt es einen Markt mit Produkten, die im Haus Viva hergestellt wurden. Kinder können den Streichelzoo besuchen. Einen Shuttle-Bus vom Viva an die Marktgasse gibt es nicht mehr. Interview: Kurt Latzer

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