Mehr Geld für die Wanderwege gefordert

Rund 730 Kilometer umfasst das Netz der Ausserrhoder Wanderwege. Der zuständige Verein unterhält diese – noch.

Bruno Eisenhut
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Wohin des Weges? Bekommt der Verein Ausserrhoder Wanderwege kein zusätzliches Geld, werden wohl Leistungen gekürzt. (Bild: Urs Jaudas)

Wohin des Weges? Bekommt der Verein Ausserrhoder Wanderwege kein zusätzliches Geld, werden wohl Leistungen gekürzt. (Bild: Urs Jaudas)

Während die sonnigen Herbsttage landauf, landab für eine Herbstwanderung genutzt werden, beraten Kanton und Gemeinden über die Zukunft der Ausserrhoder Wanderwege.

Beim Regierungsrat liegt derzeit ein Antrag des Vereins Ausserrhoder Wanderwege. Mit diesem will der Verein jährlich zusätzlich 30 000 Franken in die Vereinskasse bringen. Damit beabsichtigt er, eine Teilzeit-Geschäftsstelle zu finanzieren. Dies sei nötig, weil der administrative Aufwand laufend grösser werde, begründete der Verein. Zudem fehlt ihm zunehmend das Personal. Seit dem plötzlichen Tod des damaligen Präsidenten Bruno Diebold 2014 leitet Vizepräsidentin Doris Spirgi den Verband ad interim und erledigt zahlreiche administrative Aufgaben.

Gemeinden und Kanton übernehmen Kosten

Schon jetzt zahlen Gemeinden und Kanton nach einem fixen Verteilschlüssel jährlich 40 000 Franken. Der Verein muss den Betrag jährlich bei jeder Gemeinde beantragen. Als Gegenleistung betreut der Verein das Wanderwegnetz in Appenzell Ausserrhoden – rund 730 Kilometer. Dabei werden beispielsweise Sträucher zurückgeschnitten, Wege markiert, morsche Treppentritte ausgewechselt oder Wegweiser erneuert.

Bekomme der Verein das zusätzliche Geld nicht zugesprochen, so könne der Auftrag von Gemeinde und Kanton nicht mehr ausgeführt werden, erklärte Doris Spirgi im Zuge der Antragseinreichung. Dann müssten die Gemeinden vollumfänglich selber für den Unterhalt der Wege sorgen.

Gespräche im Winter abschliessen

Bei der Kantonskanzlei Ausserrhoden heisst es, dass die Gespräche zum Antrag am Laufen seien. Inhaltlich dürfte es dabei um den Verteilschlüssel zwischen Kanton und Gemeinden gehen. Während ursprünglich für Oktober 2016 eine Antwort zum Antrag angekündigt wurde, heisst es jetzt seitens des Kantons, dass die Gespräche im kommenden Winter abgeschlossen sein dürften.