Medienbildungskonzept
Neues Konzept genehmigt: Mittelrheintaler Schulen arbeiten in ICT zusammen

Die Schulen Au-Heerbrugg, Balgach, Berneck und OMR genehmigten ein neues Konzept.

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Durch das neue Konzept soll mehr Informatikkompetenz erlernt werden – von Schülern und Lehrern.

Durch das neue Konzept soll mehr Informatikkompetenz erlernt werden – von Schülern und Lehrern.

Bild: pd

(pd) Der Ursprung des neuen regionalen Medienbildungskonzepts geht zurück ins Jahr 2016. Die damaligen Schulräte beschlossen die Bildung einer Arbeitsgruppe, deren Auftrag es war, sich gegenseitig über die Infrastruktur im Informatikbereich, die IT-Organisation und die IT- Fortbildung der Lehrkräfte zu informieren. Aus den Erkenntnissen waren allfällige Anträge abzuleiten. Im Dezember 2016, just vor Ende der Amtsperiode, beantragte die Arbeitsgruppe den Räten eine enge Zusammenarbeit im ICT-Bereich (Informations- und Kommunikationstechnik).

Die Räte nahmen diese Vorarbeit auf und bildeten unter der Leitung von Dominik Büchel eine neue Arbeitsgruppe, die sich zwischen 2017 und 2020 der Erarbeitung eines regionalen Medienbildungskonzepts widmete. Bei der Entwicklung des Konzepts wurde die Arbeitsgruppe von Mathias Vogel extern begleitet.

Tablets werden Begleiter der Schulzeit sein

Die ICT-Zusammenarbeit der vier Schulen basiert primär auf dem Wirken einer strategischen und einer operativen Gruppe. Erstere, bestehend aus je einer Vertretung jeder Schule, wird künftig die strategische ICT- Stossrichtung bestimmen und bei den vier Schulräten Anträge stellen. Eine operative Gruppe kümmert sich nach der Gutheissung der Anträge um deren Umsetzung.

Das regionale Medienbildungskonzept definiert etwa, dass ab der fünften Klasse jedes Kind der Primarschule ein Tablet besitzen soll. Ein einheitliches Nutzungsreglement regelt den Einsatz der Geräte. Primar- und Oberstufenschüler, die sich freiwillig als Schülermentoren anbieten, werden von Oliver Morandi speziell dafür ausgebildet. Sie übernehmen bei IT-Problemen den primären Support im Schulzimmer.

Auch die ICT-Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, die nicht über kantonale Kurse abgedeckt werden, organisieren die vier Schulen neu gemeinsam. «Selbstverständlich beinhaltet das regionale Medienbildungskonzept ebenfalls eine Absprache bezüglich der Lehrplaninhalte sowie weitere wichtige ICT-Aspekte», schreiben Vertreter der vier Schulräte in einer gemeinsamen Mitteilung.

Grosser Gewinn an Know-how und Professionalität

Jetzt, da das Konzept vorliegt, soll es natürlich auch umgehend umgesetzt werden, «denn es wird wieder einige Jahre dauern, bis der vollständige Nutzen in allen Facetten spür- und erkennbar wird.»

Die Schulräte sind überzeugt, das Konzept sei eine Win- win-Situation für alle. Die Kinder profitieren von einer erstklassigen Infrastruktur und einer zeitgemässen IT-Ausbildung entsprechend der im Lehrplan 21 definierten Kompetenzen. Dabei werden sie beglei­- tet von bestens ausgebildeten Lehrpersonen. Die zuständigen Schulräte werden bei anspruchsvollen, zeitraubenden IT-Fragen von Fachleuten beraten und entlastet. «Trotzdem soll nicht verschwiegen werden, dass IT mit grossem finanziellen Aufwand verbunden ist – an dieser Tatsache ändert auch das regionale Medienkonzept nichts», steht in der Mitteilung weiter.