Mauro Ferrari legt Malereien an der Schlossfassade frei

ALTSTÄTTEN/MARBACH. Das romantische in den Reben über Marbach thronende Schloss Weinstein hat letztes Jahr eine sanfte Auffrischung und teilweise Restaurierung erfahren. Diese förderte interessante Bau-Details zutage.

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ALTSTÄTTEN/MARBACH. Das romantische in den Reben über Marbach thronende Schloss Weinstein hat letztes Jahr eine sanfte Auffrischung und teilweise Restaurierung erfahren. Diese förderte interessante Bau-Details zutage. An der Fassade des Westtraktes kamen an verschiedenen Orten Reste von farblich-ornamentaler Gestaltung zum Vorschein. Die kargen Reste verraten, dass das Gebäude in einer ersten Phase rote und in einer späteren dann graue Eckquadrierungen aufwies. Die meisten Fragmente waren so fragil, dass eine Sichtbarmachung nicht möglich war. Sie wurden dokumentiert und mit dem neuen Kalkputz überdeckt. Nur an einer Stelle, am Abort-Erker, zwischen Kernbau und Westtrakt, wagte man das Freilegen und Sichtbarlassen von zwei grauen Eckquadern, der wohl ins 17. Jahrhundert zu datierenden Phase. Der Altstätter Restaurator Mauro Ferrari erhielt diesen anspruchsvollen Auftrag. Mittels Injektagen mit Sinterwasser und Kalkschlämme wurden die Hohlstellen konsolidiert, die Fassadenmalerei unter dem Kalkanstrich freigelegt, gereinigt und retuschiert.

Bereits vor 23 Jahren hat Mauro Ferrari im Schloss Weinstein Malereien instand gestellt. Damals schon kamen einige Malereien mit der Jahreszahl 1660 zum Vorschein.

Mauro Ferrari möchte sich an dieser Stelle beim Auftraggeber und dem heutigen Schlossbesitzer Peter Häni für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit bedanken. (mia)

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