Mathias Nüesch eilt von Erfolg zu Erfolg

Der Widnauer gewinnt am Samstag den Crosslauf in Lustenau und erzielt am Sonntag ein Topresultat am Altacher Silvesterlauf.

Merken
Drucken
Teilen
Der Widnauer Mathias Nüesch ist zurzeit der schnellste Rheintaler Laufsportler. (Bild: Felix Benz)

Der Widnauer Mathias Nüesch ist zurzeit der schnellste Rheintaler Laufsportler. (Bild: Felix Benz)

LAUFSPORT. Das nahe Vorarlberg ist ein gutes Pflaster für die Rheintaler Läuferinnen und Läufer. Gleich zwei Wettkämpfe fanden am Wochenende in Lustenau und Altach statt und an beiden Anlässen zeigten die Schweizer Gäste ausgezeichnete Leistungen. Allen voran Mathias Nüesch von den Mila Rheintal.

Zweiter Crosslauf in Lustenau

Gegenüber dem ersten Crosslauf vor zwei Wochen waren kaum neue Gesichter am Start. Somit war klar: Wer Tagessieger über die Distanz von vier Kilometern werden wollte, musste Mathias Nüesch schlagen. Der Mila-Läufer war sich dieser Favoritenrolle bewusst, zumal Christoph Schefer nicht am Start war.

Nüesch schlug ein schnelles Anfangstempo an und überwachte so seine Gegner auf den ersten zwei Kilometern von der Spitze aus. Doch bald nach Streckenhälfte vermochte die Konkurrenz nicht mehr an Nüeschs Fersen zu bleiben, und es resultierte bei einer Siegerzeit von 12:52 Minuten ein Vorsprung von elf Sekunden auf Stefan Keckeis, dem schnellsten Vorarlberger. Thomas Rusch aus Appenzell und Zoltan Török als zweitschnellster Mittwochläufer folgten nur wenige Sekunden danach auf den Rängen drei und vier. Bei den Frauen gewann Frieda Manser aus Appenzell, vor Doris Göldi aus Kriessern.

Altacher Silvesterlauf

Der vorweihnachtliche Silvesterlauf vom Sonntag verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord. Über 1000 Läuferinnen und Läufer starteten bei kaltem, aber ziemlich trockenem Wetter über die Distanzen von 6,2 oder 12,4 Kilometer.

Im langen Lauf gewann bei den Frauen Yvonne Van Vlerken, Medaillengewinnerin am Ironman-Triathlon Hawaii, mit einer Zeit von 43:59 Minuten. Bei den Herren siegte Markus Hohenwarter, mit phantastischem neuem Streckenrekord von 38:46 Minuten und einem Vorsprung von eineinhalb Minuten auf den letztjährigen Sieger Carsten Brod aus Deutschland. Das ist keine grosse Überraschung, denn Hohenwarter ist der amtierende österreichische Marathonmeister, er gewann in diesem Jahr auch den Jungfrau-Marathon

Wenn's läuft, dann läuft's

Mila-Youngster Nüesch ist nicht zu bremsen. Nur einen Tag nach dem Sieg in Lustenau bewies er in Altach, dass er zurzeit der schnellste Rheintaler Läufer ist. Er absolvierte die vier Runden konstant wie kein anderer. Nur vier Sekunden Differenz weisen seine Rundenzeiten aus. Daniel Thür, in Altach schon mehrmals in den Top 10 klassiert, musste Nüesch bald einmal ziehen lassen. Nüesch überquerte den Zielstrich als Siebter nach genau 42 Minuten, Thür wurde Zwölfter. Die vielen Zuschauer entlang der Strecke staunten, mit welcher Lockerheit und Fröhlichkeit der 30-jährige Widnauer seine Leistung (3:20 Minuten/Kilometer) bringt. Hinter dem Rheintaler Spitzenduo konnten sich Adrian Hilber, Markus Halter, Ronny Koller, Felix Benz, Thomas Nauer, Sven Schawalder und Vito Bellino mit Zeiten deutlich unter 50 Minuten in den vorderen Rängen behaupten.

Zwei Rheintaler Klassen-Siege

Zum ersten Mal wurden in Altach nicht nur die Besten der Gesamtwertungen zur Siegerehrung gebeten, sondern auch die Sieger von vier Altersgruppen. So durften auch zwei bekannte Laufgrössen aus dem Rheintal auf die Bühne: Wendy Widmer aus Altstätten war als Gesamt-Achte nicht nur die schnellste Rheintalerin, sie holte sich zudem den Sieg in ihrer Altersklasse W45. Rang 10 und 11 belegten Patricia Treier aus Marbach und Susanne Meile aus Kriessern. Dann wurde auch Brigitte Wüst aus Oberriet aufgerufen, sie liess sich zum ersten Rang in der Altersklasse W55 gratulieren, in der Gesamtwertung erreichte Wüst Platz 24.

STV Au brilliert in der Staffel

Auch im Rennen über die Kurzstrecke von 6,2 Kilometer sorgten die Rheintaler für Spitzenplätze. Bei den Frauen liefen Doris Göldi aus Kriessern und Barbara Graf aus Eichberg auf die Ränge 9 und 10, und bei den Herren glänzten die Oberrieter Samuel und Pascal Kolb mit den Rängen 4 und 10. Auch ein Staffelwettkampf stand im Wettkampfangebot. Markus Rohner, Michael Portmann, Mirjam Brändle und Claudio Ammann vom STV Au holten unter dem Namen «Weihnachtsexpress» den zweiten Rang (von 47 klassierten Staffeln). (fb)