Marktgasse, Hallenbad, Barrieren

Anstatt alle Kandidatinnen und Kandidaten zum selben Thema zu befragen, liess Victor Rohner das Los entscheiden, wer sich wozu äussern sollte.

Drucken
Teilen

Anstatt alle Kandidatinnen und Kandidaten zum selben Thema zu befragen, liess Victor Rohner das Los entscheiden, wer sich wozu äussern sollte.

Toni Loher zog das «grosse Los» mit der autofreien Marktgasse. Seiner Meinung nach braucht es eine nachhaltige und kreative Lösung, damit die Ladenbetreiber nicht existenziell gefährdet seien. Er sieht die Lösung in einer für den Durchgangsverkehr möglichst unattraktiven Marktgasse. Alle Kandidierenden sprachen sich für eine einvernehmliche und mehrheitsfähige Lösung aus.

Von Patrik Haldner wollte Rohner mehr über die Altstätter Wirtschaft wissen. Haldners Meinung nach müsse alles unternommen werden, neue Läden und Firmen nach Altstätten zu bringen. Dazu müsse man den vorhandenen Arbeitsplätzen, dem Gewerbe und der Industrie Sorge tragen. Haldner erachtet die Senkung des Steuerfusses als wichtig, um im Wettbewerb mit den umliegenden Gemeinden zu bestehen.

Das Los mit dem Thema Hallenbad fiel auf Eva Graf. Sie ist überzeugt, dass Altstätten und die umliegenden Gemeinden das Hallenbad für das Schulschwimmen brauchen. «Ob mit oder ohne Wellness ist mir eigentlich egal», sagte Graf. An Daniel Schelling lag es dann, sich zum Thema Finanzen und Steuern zu äussern.

Der Rat trage diesbezüglich eine grosse Verantwortung, meinte er. Schelling liegen ein tieferer Steuerfuss und der Schuldenabbau am Herzen. «Allerdings dürfen die Finanzen nicht zum Killerkriterium werden.» Der Rat müsse Weit- und Umsicht walten lassen.

Zum Thema Kultur durfte sich Ruedi Dörig äussern. Altstätten bietet seiner Meinung nach ein breites Spektrum an Kultur. «Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute schätzen dies zu wenig», sagte der amtierende Stadtrat. Wie am letzten Wochenende zu sehen gewesen sei, könne man im Städtli gut festen. «Für mich sind die Feste ein grosses Stück Kultur», sagte der amtierende Stadtrat. Von Beatrice Fischlin-Eichmüller wollte Viktor Rohner wissen, wie sie über das geplante Asylzentrum denkt. Fischlin bezeichnete den Neubau als sinnvoll, weil das heutige Empfangs- und Verfahrenszentrum aus dem Wohnquartier verschwinden soll und den Asylsuchenden ein besseres Umfeld geboten würde. «Und zu alledem kann die Stadt die sechs Millionen Franken, die unter dem Strich in die Kasse flössen, sicher gut brauchen», sagte Fischlin.

Daniel Schelling ist der Meinung, dass die Belegungszahl im neuen Asylzentrum unbedingt festgelegt werden muss. «Sonst kann es passieren, dass wir statt der vorgesehenen 400 im Notfall 600 Asylbewerber haben», meinte er. Hans Städler sagte, er habe kürzlich das Zentrum in Augenschein nehmen können. «So schlecht wie oft geschildert, geht es den Asylbewerbern dort nicht», sagte der amtierende Feuerwehrkommandant. Das Los, das auf ihn fiel, betraf das Thema Ostumfahrung. Diese ist Städlers Meinung nach so rasch wie möglich voranzutreiben. Die heutige Situation mit häufig geschlossenen Barrieren im Grüntal behindere die Firmen und koste Zeit, die man fürs Arbeiten brauchen könnte; das koste auch Geld. Ruedi Dörig ist der Meinung, dass der Bau einer Ostumfahrung allein die Probleme nicht löst. Es stimme zwar, dass die Barrieren im Grüntal sehr oft geschlossen seien. «Ich denke mir aber oft, dass die Leute gerne vor der geschlossenen Schranke stehen. Sonst würden sie über den Kreisel auf der Kriessernstrasse fahren und die Südumfahrung nutzen, um ins Städtli zu gelangen», gab Dörig zu bedenken. (kla)

Aktuelle Nachrichten