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Maria hatte einen Schutzengel

OBERRIET/LÜCHINGEN. Die Renovation der Rietkapelle nach dem Brand im November dauert länger als erwartet. Immerhin: Das verloren geglaubte Bild Maria Knotenlöserin kann wider Erwarten gerettet werden.
Max Tinner
Mauro Ferrari ist es in seinem Atelier in Lüchingen gelungen, die Leinwand des Bildes Maria Knotenlöserin aus der Oberrieter Rietkapelle zu stabilisieren und die zähe Russschicht vom Bild zu lösen. (Bild: pd)

Mauro Ferrari ist es in seinem Atelier in Lüchingen gelungen, die Leinwand des Bildes Maria Knotenlöserin aus der Oberrieter Rietkapelle zu stabilisieren und die zähe Russschicht vom Bild zu lösen. (Bild: pd)

Die Darstellung Mariens, wie sie die Knoten aus einem verwickelten Band löst, das ihr von Engeln gereicht wird, hat es Martin Frei, dem Präsidenten des Kapellvereins, angetan. Es zeigt Maria nicht wie üblich als Muttergottes mit dem Christkind, sondern als Fürbitterin, die den Menschen ihre Probleme lösen hilft.

Die Leute sind sorgengeplagt

«Darum schätzen die Besucherinnen und Besucher der Kapelle dieses Bild so sehr», sagt Martin Frei, «denn die Leute haben viele Sorgen und Probleme: Krankheit, berufliche Probleme, Prüfungsangst …» Nicht wenige der vielen Besucherinnen und Besucher der Kapelle im Riet zwischen Altstätten und Oberriet kommen hierher, um Maria ihre Probleme vorzutragen, in der Hoffnung auf ihre Fürbitte zur Lösung derselben. «Auch wenn die Leute sonst nicht zur Kirche gehen», sagt Martin Frei, «Probleme haben sie trotzdem – und sie kommen hierher, um in aller Stille mit diesem Bild vor Augen zu beten.»

Das Bild prangte bis zum Brand im vergangenen November an prominenter Stelle, über dem Altar, wo jeder beim Betreten der Rietkapelle es sofort sah. Doch nach dem Unglück glaubte Martin Frei es verloren: Es war teilweise angesengt, stark verrusst und drohte bei der zartesten Berührung zu zerfallen. Ein erster Restaurator, dem Frei das Bild zur Begutachtung brachte, winkte ab – nichts mehr zu machen.

Schutzschicht rettete das Bild

Der Lüchinger Restaurator Mauro Ferrari versuchte es trotzdem – und hatte Erfolg. Es gelang ihm, rückseitig die Leinwand zu stabilisieren und neu aufzubauen und die dicke, zähe Russschicht in minutiöser Feinarbeit abzulösen. Eine dünne Schutzschicht hatte wie ein Schutzengel verhindert, dass das Bild grösseren Schaden nahm.

Ebnöther-Bilder restauriert

Das Bild Maria Knotenlöserin ist eine Kopie des Wallfahrtsbildes in der Kirche St. Peter am Perlach in Augsburg. Martin Frei hat es auf Empfehlung Pfarrer Lorenz Wüsts mit dem Bau der Kapelle vor 13 Jahren anfertigen lassen. Auch Bilder des Altstätter Künstlers Josef Ebnöther hingen in der Kapelle, an den Seitenwänden. Sie konnten bereits restauriert werden. Drei Kunstfenster hingegen sprangen bei der Hitze, die sich während des Brandes entwickelt hatte. Sie mussten ersetzt werden. Bandherd sind Opferkerzen gewesen.

Wiedereröffnung erst im Mai

Die Wiedereröffnung der Kapelle war ursprünglich etwa einen Monat nach dem Brand vorgesehen, musste aber immer wieder hinausgeschoben werden. Martin Frei rechnet nun, dass es im Mai so weit sein wird.

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