Marcus Zindel feiert heute seinen 103. Geburtstag

REBSTEIN. Das seltene Ereignis des 103. Geburtstages darf der frühere Rebsteiner Primarlehrer Marcus Zindel-Britt am heutigen 30. Januar begehen.

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REBSTEIN. Das seltene Ereignis des 103. Geburtstages darf der frühere Rebsteiner Primarlehrer Marcus Zindel-Britt am heutigen 30. Januar begehen. Obschon die zwei letzten Jahre dem ältesten Rebsteiner die für ihn einschneidende Änderung des Umzugs ins Pflegeheim nach Altstätten brachte, darf sich Marcus Zindel weiterhin einer beneidenswerten geistigen Frische und einer guten Gesundheit erfreuen, auch wenn ihn die Beine nicht mehr ganz so leicht tragen wie noch vor kürzerer Zeit. Dieser Abschied von seinem Haus in Rebstein, in dem er während 65 Jahren lebte und das für ihn, für seine vor zehn Jahren verstorbene Gattin Martha sowie für seine fünf Kinder ein geliebtes Zuhause war, fiel ihm nicht leicht. Viel schwerer noch traf ihn der Verlust auch seiner zweiten Tochter, Elisabeth Babst-Zindel, im vergangenen Oktober. Gegen zehn Jahre lang, seit dem Tod seiner Ehefrau, hatte sie mit wöchentlichen Besuchen in Rebstein und mit viel Unterstützung dafür gesorgt, dass Marcus Zindel weit über seinen 100. Geburtstag in seinem Heim leben durfte.

Gleichwohl hatten diese markanten Eingriffe in das Leben Marcus Zindels keine Verbitterung zur Folge und auch seinen Lebensmut nicht gebrochen. Vielmehr freut er sich stets über Zuwendungen und kurze Besuche aus dem Familien- und Bekanntenkreis, aus den Reihen seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler oder der Katholischen Kirchgemeinde Rebstein, der er jahrelang als Präsident vorstand. Ebenso freut er sich über die gute Betreuung im Pflegeheim, wo er umgekehrt für das engagierte Personal ein Bewohner mit kleinen Ansprüchen und grosser Dankbarkeit ist.

Zu seinem Jubiläum seien Marcus Zindel-Britt, bei dessen Geburt 1910 zum Beispiel Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant oder der russische Schriftsteller Lew Tolstoi noch am Leben waren, die allerbesten Wünsche überbracht und einen möglichst langen, weiteren Erhalt seiner Gesundheit und seines beispielhaft wachen Geistes gewünscht. (pd)

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