Marco Zanetti – für Kinder

Der Künstler Marco «Sorriso» Zanetti-Alfier präsentiert neuste Werke in Mischtechnik und Fotokunst. Die Ausstellung im Gemeindehaus ist ab Morgen bis Mitte Dezember geöffnet.

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Der Künstler Marco «Sorriso» Zanetti-Alfier (Bild: gk)

Der Künstler Marco «Sorriso» Zanetti-Alfier (Bild: gk)

Au. Für den in Heiden aufgewachsenen Zanetti ist diese Ausstellung eine schöne Gelegenheit, sich in seiner neuen Wahlheimat Au der Bevölkerung vorzustellen.

Marco «Sorriso» Zanetti-Alfier wurde 1978 geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit folgten Stationen im Lehrerseminar Rorschach als Student, im franziskanischen Kloster in Italien, als Volontär, im Emmental als Landwirtschaftsarbeiter, in Bern als Student der Sozialpädagogik und Sozialtherapie und als Zivildienstleistender, im Appenzellerland als Bauarbeiter.

Dazu wirkte er stets als Maler, Schreibender. Aktuell ehrt ihn die Aufnahme als Autor in die Anthologie Deutschsprachiger Gedichte. Zanetti arbeitet aber auch als Fotograf in seinen Ateliers in Bern und im Appenzellerland.

Aktuell arbeitet Zanetti-Alfier als Sozialpädagoge im Schulheim Langhalde in Abtwil, ist verheiratet mit einer Auerin und Vater zweier Kinder.

Querkopf im Kunstschaffen

Zanetti arbeitet meist mit Öl- und Acrylfarben, die er mit Materialien wie Mais, Haferflocken, Erde, Sand mischt, was die Bilder während des Malprozesses zunehmend an Tiefe, Dreidimensio-nalität und optischen Überraschungen gewinnen lässt.

Zusätzliche stilistische Möglichkeiten eröffnet sich Zanetti durch den Einsatz von Stoffen, Papier, Holz, dünnen Drähten und Fäden. Letztere z. B. ziehen sich zur Vollendung eines Werkes über die Bildfläche.

Nahezu in allen Bildern verwendet Zanetti die Leuchtkraft von Wachskreide, die sich kontrastreich in die Kompositionen verwebt.

Meditativ und überraschend

Bei aller Materialvielfalt wirken die Bilder nicht überladen, da die Farben- und Formensprache dosiert und einfach bleibt. Gewisse Werke aus der jüngsten Schaffensperiode Zanettis sind sehr viel meditativer, andere wiederum wurden in der frecheren Farbwahl oder Farbkombinationen zu einem überraschend neuen Kosmos fröhlicher, verliebter und augenzwinkernder Visionen des jungen Querkopfs.

Die Schwarz-Weiss-Fotografien stammen aus typischen Ferien-Destinationen, sind aber keineswegs Ferien-Schnappschüsse, sondern minutiös choreografiert.

Für SOS-Kinderdörfer

Ziel Zanettis mit der Ausstellung im Gemeindehaus Au ist es, alle Bilder und Fotografien zu verkaufen. Nicht aus Eigennutz, wie der Titel bereits offenbart.

Einen Drittel des Erlöses aus dem Verkauf lässt der Künstler den SOS- Kinderdörfern zukommen, was bei ausverkaufter Ausstellung über 2000 Franken wären.

Die gut 60-jährige Organisation «SOS-Kinderdorf», die in aller Welt gegen 400 Einrichtungen unterhält, lebt ganz nach der Idee ihres Gründers Hermann Gmeiner, verlassene oder verwaiste Kinder in ihrer angestammten Umgebung in eine neue Familie zu integrieren. (gk)

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