Marco Tanner: Der Rookie

Der 17-jährige Marco Tanner durfte sich dieses Jahr seine erste nationale Medaille umhängen lassen: Er gewann in der Halle Bronze im Dreisprung der U18. Das gab dem Rookie, also Neuling, gehörig Aufwind.

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Marco Tanner konzentriert sich auf den Absprung. (Bild: Reto Wälter)

Marco Tanner konzentriert sich auf den Absprung. (Bild: Reto Wälter)

Der 17-jährige Marco Tanner durfte sich dieses Jahr seine erste nationale Medaille umhängen lassen: Er gewann in der Halle Bronze im Dreisprung der U18. Das gab dem Rookie, also Neuling, gehörig Aufwind. Mit seinem persönlichen Rekordsprung von 6,32 m sorgte er dafür, dass sich das Vierer-Weitsprung-Team für die SM überhaupt qualifizieren konnte – danach holten sie Gold.

«Marco ist ein bemerkenswerter Typ», sagt sein Trainer Michele Bellino: «Es interessiert ihn nicht, wenn ihm andere hoch überlegen sind. Er trainiert unbeirrt, motiviert und diszipliniert weiter, freut sich dabei selbst an kleinen Fortschritten, als ob er gerade den Weltmeistertitel geholt hätte.»

Schritt für Schritt

So habe er sich kontinuierlich gesteigert und seine jüngsten Erfolge nicht einfach durch Talent erreicht, sondern vor allem durch harte Arbeit. «Ich habe jetzt das Ziel – eine SM-Medaille, in meinen Lieblingsdisziplinen – erreicht, kann das jetzt abhaken und nach vorne schauen», sagt Marco Tanner. Im Drei- und Weitsprung Einzel strebt er Gold an. «Vorerst gebe ich mich aber mit dem Erreichen von persönlichen Zielen zufrieden, denn in der U20 wird es ein hartes Jahr», sagt der akribische Arbeiter.

Ein Ziel ist die Hallen-SM-Quali der Aktiven. «Wäre lässig, einmal vor grösserem Publikum gegen die Besten antreten zu können», sagt der Krauskopf mit leuchtenden Augen. Man glaubt ihm, wenn er sagt, dass für ihn die Leichtathletik ein und alles ist. So verwundert es nicht, dass der Konstrukteur-Lehrling trotz des harten Trainings manchmal auch noch zu Hause Krafttraining macht. (Reto Wälter)