Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MARBACH/REBSTEIN: Voten fürs Wappen

Eine Gemeindefusion kann an rein emotionalen Faktoren scheitern. Darum dürfen die Marbacher und Rebsteiner beim Entscheid über ihr künftiges Wappen mitreden.
Max Tinner

Max Tinner

Vor einer Gemeindeverschmelzung gilt es vieles in Betracht zu ziehen und zu klären. Besonders interessiert, wie sich die Finanzen bei einem Zusammengehen entwickeln würden. Das spürt jeder im eigenen Geldsäckel. Ei­- ne Gemeindefusion kann aber schon an Dingen scheitern, die eigentlich für das Funktionieren des Gemeinwesens ohne Belang sind. Dann nämlich, wenn die Bürger das Gefühl haben, mit der Verheiratung ihrer Gemeinde etwas zu verlieren. Dieses Gefühl wird unter Umständen noch verstärkt, wenn das Dorf, das einem lieb ist, das einem Heimat ist, im neuen Gemeindenamen nicht mehr genannt wird. Auch das Gemeindewappen kann eine solche Reaktion auslösen, wenn man darin seine bisher eigenständige Gemeinde nur noch ungenügend symbolisiert sieht.

Marbach und Rebstein nehmen die Gefühle ernst

Es ist bezeichnend – besonders nach dem nur knappen Ja Marbachs in der Grundsatzabstimmung von letztem Jahr –, dass Marbach und Rebstein ihren Bürgerinnen und Bürgern jetzt zuerst einmal Entwürfe für ein neues Wappen unterbreiten, bevor beispielsweise Details zur künftigen Organisation der neuen Gemeinde festgelegt sind. Wählen dürfen die Marbacher und Rebsteiner aus vier Entwürfen. Eigentlich sind es zwei, mit jeweils zwei verschiedenen Farbvarianten.

Heute führt Rebstein einen aus einem Stein heraus wachsenden Rebstock mit zwei Trauben im Schild. Marbachs Wappen wiederum zeigt in Weiss seinen Dorfbach auf blauem Grund, ergänzt mit dem Kleinbuchstaben «m» für Marbach. Die Entwürfe, die von einem Heraldiker (einem Wappenkundler) entworfen wurden, versuchen diese Elemente zu vereinen. Im einen fliesst wie im heutigen Marbacher Wappen ein Bach diagonal durch den Schild; beidseits davon sind Trauben zu sehen. Der Bach symbolisiert Marbach, die Trauben Rebstein, wird in der Umfrage erklärt. Dieses Wappen wird einmal in Weiss-Blau-Grün vorgeschlagen und einmal in Blau-Gold-Weiss.

Der zweite Vorschlag zeigt einen Rebstock mit zwei Trauben (auf gleicher Höhe!), die die beiden Dörfer symbolisieren (es werden ja nicht nur in Rebstein, sondern auch in Marbach Reben angebaut). Darunter schlängelt sich der Rhein über den Schild, darüber sind die Zacken des Alpsteins zu sehen. Marbach und Rebstein liegen ja hübsch eingebettet in dieser von der Rheinebene und den umliegenden Hügeln und Bergen geprägten Landschaft. Dieses Wappen gibt es einmal in Weiss-Blau-Grün und einmal in Blau-Gold-Weiss. Abstimmen können die Marbacher und Rebsteiner bis 30. September online in einer Kurzumfrage, zu der ein Link führt, der auf den Homepages beider Gemeinden aufgeschaltet ist. Rechtlich verbindlich ist diese Abstimmung nicht. Sie ist deshalb auch ausdrücklich als Konsultativabstimmung angekündigt worden. Man darf aber davon ausgehen, dass das meistgeklickte zum künftigen Wappen der vereinigten Gemeinde wird.

Keine Umfrage vorgesehen ist übrigens zum neuen Gemeindenamen. Dies schon, weil keine Fantasienamen möglich sind, erklärt Marbachs Gemeindepräsident Alexander Breu.

www.marbach.ch www.rebstein.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.