MARBACH/REBSTEIN: Ein Ja wie ein Vielleicht

Am 5. Juni sprachen sich sowohl die Stimmbürger von Marbach als auch jene von Rebstein für die Vorbereitung einer Gemeindefusion aus.

Max Tinner
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Im Vorfeld der Abstimmungen fanden im Mai in beiden Dörfern Informationsveranstaltungen statt, hier in Marbach. (Bild: Max Tinner)

Im Vorfeld der Abstimmungen fanden im Mai in beiden Dörfern Informationsveranstaltungen statt, hier in Marbach. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Enthusiasmus für eine Gemeindevereinigung war im Vorfeld der Grundsatzabstimmung vom 5. Juni nicht auszumachen. Allerdings auch nicht das Gegenteil – lediglich in Rebstein wurde ein Flugblatt gestreut, in dem Gegner vor einem Zusammenschluss warnten. Und manche hätten sich bereits auf diese Abstimmung hin weitergehende Abklärungen über die Konsequenzen einer Ge­meindevereinigung gewünscht. Doch genau dafür brauche es die Grundsatzabstimmung, wurde von den Behörden argumentiert. Bevor viel Aufwand für Abklärungen betrieben werde, wolle man erst wissen, ob die Bevölkerung dies überhaupt wünsche.

Rebstein befürwortete bei einer Beteiligung von 42% mit 698 Ja zu 376 Nein weitere Abklärungen deutlich. Marbach zeigte sich mit 347 Ja zu 340 Nein bei einer Beteiligung von 51% skeptischer. Wenige Nein-Stimmen mehr, und die Angelegenheit wäre für Jahre zu den Akten gelegt worden. Es war ein Ja, das klang wie ein Vielleicht. Weil aber auch ein knappes Ja ein Ja ist, werden nun Abklärungen getroffen und ein Vereinigungsbeschluss erarbeitet. Seit Ende Oktober steht die Projektorganisation dafür. Ob Marbach und Rebstein den eingeschlagenen Weg zu Ende gehen, wird sich erst Ende 2018 zeigen. Voraussichtlich dann wird effektiv über die Vereinigung abgestimmt.