MARBACH/KRIESSERN: Gute Saison trotz Gästerückgang

Obschon die Zahl der Eintritte einbrach, verlief 2016 im Baggersee zufriedenstellend. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», resümierte Vereinspräsident Christian Freund an der 94. HV.

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Der Vorstand ist einstimmig bestätigt worden (von links): Stefan Lüchinger, Christian Freund, Angi Lüchinger, Bettina Stadler, René Zünd und Andi Dürr. Es fehlt Mark Schärz. (Bild: M.H.)

Der Vorstand ist einstimmig bestätigt worden (von links): Stefan Lüchinger, Christian Freund, Angi Lüchinger, Bettina Stadler, René Zünd und Andi Dürr. Es fehlt Mark Schärz. (Bild: M.H.)

Der Präsident begrüsste in der Marbacher «Krone» 72 der 258 Mitglieder. Nach einer Gedenkminute für fünf verstorbene Mitglieder äusserte sich Freund in einem detaillierten Jahresbericht zur letzten Saison. Sie verlief trotz massiven Rückgangs der Eintritte zufriedenstellend.

Im Jahr 2015 waren noch 25867 zu verzeichnen gewesen, letzte Saison sank die Zahl auf 18143. Es wurden 273 Saisonkarten weniger verkauft, die Zwölferkarten gingen um 179 Einheiten zurück und bei den Tageseintritten gab es mit 7724 Tickets den grössten Rückgang. Dieser konnte aber mit mehr verkauften Sportpässen gemildert werden. Mit fast 2000 verkauften Sportpasseintritten ist der Baggersee nach der Widnauer Aegeten die zweiterfolgreichste Badi im Rheintal. Auch die Tagesabstellplätze für reisende Camper erfreuen sich steigender Beliebtheit. Zudem konnte, den negativen Zahlen zum Trotz, wieder ein namhafter Betrag für Abschreibungen verbucht werden.

Der Baggersee freut sich über ein gutes Team

Wichtiger als das Minus an Eintritten ist dem Präsidenten, dass die Saison einmal mehr unfallfrei verlief. Dies nicht zuletzt dank der Arbeit der Bademeister Markus Hensch und Patrick Kühnis sowie ihrem Team. In den Dank eingeschlossen waren die Pächter des Kiosks, André van Kesteren und Frau Nicole, die viel zum Wohl der Badegäste beitrugen. Erfreulich sei auch, dass Bademeister Hensch seine gesundheitlichen Probleme überwunden habe und wieder ganz der Alte sei, meinte der Präsident.

Nicht nur bei den Eintritten, auch in Sachen Investitionen war 2016 ein mageres Jahr. Die grösste Anschaffung war ein Bikinitrockner, wobei Freund unter grossem Gelächter meinte, damit könnten auch Herrenbadehosen getrocknet werden.

Die Sanierung der Stromeinspeisung zu den Parzellen im Campingbereich konnte abgeschlossen werden. Einige Camper wünschen sich einen Anschluss ans Internet, der, sofern die Mehrheit der Mieter es wünscht, realisiert werden soll. Die Kosten gingen zulasten der Mieter.

Dank der neuen Solarthermie-Anlage zur Warmwasseraufbereitung, die durch eine grosszügige Spende von Mieter Peter Schibli installiert werden konnte, ist auch die Gasrechnung massiv kleiner geworden.

Für die 100-Jahr-Feier wird jedes Jahr ein namhafter Betrag zur Seite gelegt. In nächster Zeit stehen keine grösseren Auslagen an, so dass, abgesehen von zu wenig Sonnentagen, alles bestens ist.

Die Anwesenden schenken dem Vorstand das Vertrauen

Bevor es zum gemütlichen Teil mit Nachtessen und Diskussionen ging, wurde dem gesamten Vorstand, der sich unisono zur Wiederwahl stellte, das Vertrauen geschenkt.

Der Vorstand setzt sich zusammen aus Christian Freund, Marbach, Präsident, René Zünd, Marbach, Kassier, sowie Bettina Stadler, Altstätten, Angie und Stefan Lüchinger, Kriessern, Andi Dürr, Marbach, und Mark Schärz, Marbach, der aus familiären Gründen abwesend war. Auch auf die Revisoren Hubert Hobi und Otto Graf kann der Verein eine weitere Amtsdauer zählen.

Mit Stefan Hutter, Kriessern, Ernst Schönauer und Verena Kapferer, Rebstein, sowie Evita und Tim Forster aus Altstätten durfte der Präsident fünf neue Mitglieder im Kreis der Freunde des Baggersees begrüssen.

Auch der Auftakt zur Saison 2017 verlief alles andere als erfreulich. Statt zur Eröffnung am 1. Mai Sonnenschirme aufzuspannen, war das Kiosk-Pächterpaar Van Kesteren damit beschäftigt, mit heissem Wasser und Fön dem Schnee zu Leibe zu rücken. Ein lustiges Video unter www.facebook.com/BaggerseeKriessern zeugt vom sinnlosen Versuch, die Saisoneröffnung, die buchstäblich in den Schnee gefallen ist, einigermassen zu retten. (M.H.)

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