MARBACH: Viel Verbesserungspotenzial

An der Obmännerversammlung des Vereins Lebensraum Rheintal wurde auch über die Situation der Kleingewässer in der Region referiert.

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Die Referate von (v. l.) Gion Fravi und Franziska Herren wurden vom Präsident LR-Rheintal, Benno B.A. Stadler, verdankt. (Bild: pd)

Die Referate von (v. l.) Gion Fravi und Franziska Herren wurden vom Präsident LR-Rheintal, Benno B.A. Stadler, verdankt. (Bild: pd)

Der Verein Lebensraum Rheintal als Dachorganisation der Naturschutzvereine, der Jagdgesellschaften, der Waldwirtschaft, der Bienenzüchter und der Fischereivereine zwischen Lienz und St. Margrethen traf sich Ende Oktober im Restaurant Aebi’s in Marbach zu seiner jährlichen ­Tagung der Mitglieds-Vereinspräsidenten. Zwei Themen standen auf der Traktandenliste.

Gemeinden sind verantwortlich

Als Erstes referierte Gion Fravi vom Amt für Umwelt (AFU) des Kantons St. Gallen über die aktuelle Situation der Kleingewässer und der Gewässerräume. Anlass zu diesem Thema gab die Gesetzesrevision, welche die Abstände der Dünger- und Pestizidausbringung an den Gewässerufern neu regelt.

Der Referent wies auf die Aufgaben hin, die seine Abteilung in dieser Hinsicht wahrnimmt, und er betonte auch, dass die Vollzugsmassnahmen zur Einhaltung der Abstände zu den Gewässerufern zum Aufgabenbereich der Gemeinden gehören.Im zweiten Thema informierte Franziska Herren über die eid­genössische Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und prophylaktischen Antibiotika-Einsatz». Herren hat in Eigeninitiative mit ganz wenigen Helferinnen und Helfern die nötigen Unterschriften von 100000 in Rekordzeit gesammelt.

Positive Ansätze sind auch vorhanden

Im Moment werden diese von den Gemeinden beglaubigt, damit die Initiative im Laufe des Jahrs 2018 in Bern eingereicht werden kann. Im Gewässerschutzgesetz Art. 6 steht: «Es ist untersagt, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einzubringen oder versickern zu lassen.» Die Initiative fordert, dass die Subventionen an die Landwirtschaft nur noch für Bewirtschaftungsweisen ausgerichtet werden, welche die Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden und das Trinkwasser nicht verschmutzen. Die Anwesenden erhielten an diesem Abend wertvolle Informationen zur Situation, namentlich in den Kleingewässern, die sich überall durch die Rietlandschaft ziehen. Es gibt positive Ansätze, aber auch sehr viel Verbesserungspotenzial, wenn der Lebensraum Rheintal auch in 100 Jahren noch lebenswert sein soll. Der Abend diente auch dem Erfahrungsaustausch unter den verschieden Mitgliedervereinen. (pd)