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MARBACH: Studie empfiehlt Faulschlammentwässerung

An der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Abwasserwerk Rosenbergsau am Donnerstag wurden Neu- und Wiederbeschaffungsmassnahmen für die seit über 45 Jahren bestehende Abwasserkläranlage besprochen.
Gerhard Huber
Geschäftsführer Maurizio Schirinzi, Präsident Andreas Eggenberger, Thomas Morgenthaler und Urs Graber (v. l.) präsentierten den Geschäftsbericht und die Studie zur Klärschlammentwässerungsanlage. (Bild: Ulrike Huber)

Geschäftsführer Maurizio Schirinzi, Präsident Andreas Eggenberger, Thomas Morgenthaler und Urs Graber (v. l.) präsentierten den Geschäftsbericht und die Studie zur Klärschlammentwässerungsanlage. (Bild: Ulrike Huber)

Die Delegierten des Zweckverbandes Abwasserwerk Rosenbergsau verfolgten mit Interesse den Geschäftsbericht von Zweckverbandspräsident Andreas Eggenberger über das Jahr 2017, der zugleich auch Ausblicke auf 2018 gab. Zentrales Thema im vergangenen Jahr sei eine Studie über die Notwendigkeit einer eige­- nen Faulschlammentwässerung in der Rosenbergsau gewesen.

Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen

«Diese Anlage ist aus ökologischen und auch betriebswirtschaftlichen Aspekten vorteilhaft», erläuterte Andreas Eggenberger und stellte gemeinsam mit Thomas Morgenthaler vom beratenden Unternehmen Pöyry die Notwendigkeiten und zu treffenden Massnahmen für den Einbau einer Faulschlammentwässerung vor. Bisher wird der nicht ent­wässerte Klärschlamm in etwa 85 LKW-Fahrten pro Monat zur Kläranlage Altenrhein geschafft, wo er dann entwässert und getrocknet wird.

Diese Vorgangsweise führe zu betrieblichen und logistischen Problemen und einer mangelnden Betriebsflexibilität, weshalb die in Auftrag gegebene Studie zu dem Schluss komme, dass eine eigene Klärschlammentwässerungsanlage auch wirtschaftlich der rentablere Weg sein wird.

Andreas Eggenberger ergänzte: «In der zu planenden Faulschlammentwässerung wird das Schlammvolumen um etwa 90% reduziert werden. Für die Lagerung dieses entwässerten Faulschlammes ist ein Silo vorzusehen. Auch das abgetrennte Zentrat (das Faulwasser) muss bis zur dosierten Einleitung in die bio­logische Reinigungsstufe zwischengelagert werden.»

Für die erforderlichen technischen Abklärungen und die Projektierung der verfahrens-, maschinen- und bautechnischen Massnahmen wurde aufgrund dieser Studie die Firma Pöyry mit der Ausarbeitung eines Vorprojekts beauftragt. Bis Juli 2018 sollte die Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegen, der Start der nötigen Arbeiten wird Mitte des Jahres erfolgen, die Fertigstellung ist im Mai 2019 vor­gesehen. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, weil kein neues Gebäude errichtet werden muss, sondern diese Klärschlamm­entwässerung in das im Klärwerk bestehende Schlammbehandlungsgebäude integriert werden kann.

Wiederbeschaffungen werden nötig

Es zeige sich auch immer mehr, dass die Abwasserreinigungsanlage schon über vier Jahrzehnte in Betrieb ist, was auch Wiederbeschaffungen nötig mache. So habe die heutige Rechenanlage ihre Nutzungserwartung deutlich überschritten und wird durch einen Harken-Umlaufrechen mit einem Stababstand von 10 mm zu ersetzen sein. Hier liegt bereits ein kombiniertes Vor- und Bauprojekt mit detailliertem Kostenvoranschlag vor.

Die Rechnung für das Jahr 2017 mit einem Aufwand von 5145194 Franken und einem Ertrag von 5657816 Franken wurde ohne Gegenstimme gebil­- ligt. Der Ertragsüberschuss wurde der Betriebsreserve zugewiesen. Ebenso einstimmig genehmigten die Delegierten den Voranschlag für das laufende Jahr 2018, der von einem erhöhten Aufwand von 6252800 Franken und einem Ertrag von 5558400 Franken ausgeht.

Gerhard Huber

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