MARBACH: Strom für vierzig Haushalte

Die Solargenossenschaft Rheintal produzierte im letzten Jahr 189 000 Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Bedarf von vierzig Vierpersonen-Haushalten. Dank des guten Wetters war 2015 ein erfolgreiches Jahr.

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Adrian Brunner (links), SGR-Präsident, bedankt sich beim Referenten Pirmin Brülisauer. (Bild: pd)

Adrian Brunner (links), SGR-Präsident, bedankt sich beim Referenten Pirmin Brülisauer. (Bild: pd)

MARBACH. Kürzlich fand in Marbach die Hauptversammlung der Solargenossenschaft Rheintal statt. Die Genossenschaft wurde im Dezember 2012 gegründet, im August 2013 konnte die erste Anlage auf dem Dach der Köppel AG in Berneck in Betrieb genommen werden. 2015 war das zweite Jahr, in dem voll produziert werden konnte. Trotz des schwierigen Februars mit Schnee und Eis wurden die budgetierten Produktionszahlen, verteilt über das ganze Jahr, um sieben Prozent übertroffen. Das wirkt sich positiv auf das finanzielle Ergebnis aus. Der Vorstand beantragte der Versammlung, das Kapital mit eineinhalb Prozent zu verzinsen. Somit erweisen sich die Genossenschaftsanteile als gute Kapitalanlage.

43 Genossenschafter

Präsident Adrian Brunner blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Zahl der Genossenschafter beträgt 43. Kassier Reto Naef stellte die Rechnung mit einem Gewinn von 10 000 Franken vor. Adrian Brunner und Tobias Schmid (technischer Leiter) konnten mit Zufriedenheit feststellen, dass der Betrieb ohne Störungen läuft und dass die Stromproduktion die Erwartungen deutlich übertroffen hat. 2016 ist eine Erweiterung der Anlage in Berneck geplant. Neben Adrian Brunner und Tobias Schmid, Oberriet, gehören Vizepräsident Peter Langenegger, Altstätten, Reto Naef (Kassier), Balgach, Meinrad Gschwend (Aktuar), Altstätten, Stefan Hasler, Altstätten, und Otto Mattle, Rebstein, dem Vorstand an. Ziel des Vorstandes ist es, neue Genossenschafter zu gewinnen und möglichst bald eine weitere Anlage zu bauen. Verhandlungen laufen bereits. Die sinkenden Preise, die für Solarstrom bezahlt werden, erweisen sich dabei als grosse Herausforderung.

Referat: Energie speichern

Im Anschluss an die Versammlung gab es einen Vortrag zum Thema «Energie speichern». Pirmin Brülisauer, Leiter des Standortes Gais der Firma Heizplan AG, erläuterte die künftigen Möglichkeiten im Umgang mit Solarstrom. Immer mehr Solarproduzenten würden auf den Eigenverbrauch setzen. Dabei wird der selbst erzeugte Solarstrom selbst genutzt und nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Um möglichst autonom zu bleiben und auch in der Nacht selbst produzierten Strom zu verbrauchen, setzen die einen auf Batterien. Andere optimieren ihren Eigenverbrauch so, dass grosse Stromfresser wie Waschmaschine, Tumbler oder Wärmepumpe vor allem über Mittag in Betrieb sind, wenn die Solaranlage am meisten Energie liefert. Durch geschickte Steuerung sind grosse Optimierungsschritte möglich. Die nicht selbst verwendete Energie wird weiterhin ins öffentliche Stromnetz gespeist. (pd)