MARBACH: Steuern um sechs Prozentpunkte senken

Die Gemeinde will den Steuerfuss von 140 auf 134 Prozente senken. Dies dank einem Einnahmeüberschuss, genügend Eigenkapital und erwarteten Mehreinnahmen.

Drucken
Teilen

Die Jahresrechnung 2016 des ­Allgemeinen Gemeindehaushaltes schliesst mit einem Vorschlag von 438050 Franken ab. Vorgesehen war ein Ausgabenüberschuss von Fr. 91600. Die Besserstellung gegenüber dem Voranschlag 2016 beträgt somit Fr. 529650. Der Einnahmeüberschuss wird ins Eigenkapital eingelegt. Die Gründe für diese Besserstellung liegen insbesondere im gegenüber dem Voranschlag 2016 geringeren Steuerbedarf der beiden Schulgemeinden und dem Mehrertrag bei den Grundstückgewinnsteuern. Die Rechnung der Elektrizitätsversorgung schliesst mit einem Vorschlag von Fr. 62586 ab. Vorgesehen war eine Reserveeinlage von Fr. 32800. Die Besserstellung beträgt somit Fr. 29786. Der Einnahmeüberschuss wird ins Eigenkapital ­eingelegt. Die Rechnung der Wasserversorgung schliesst mit einem Vorschlag von 11507 Franken ab. Vorgesehen waren Fr. 36100. Mehrkosten entstanden für das Leitungsnetz. Der Einnahmeüberschuss wird ins Eigenkapital eingelegt.

Eigenkapital von fast 1,4 Millionen Franken

Der Voranschlag 2017 rechnet bei Einnahmen von 10287800 Franken und Ausgaben von 10097800 Franken mit einem Vorschlag von Fr. 190000. In den Ausgaben enthalten ist auch der Finanzbedarf der Primarschule Marbach und der Oberstufe Rebstein-Marbach von total Fr. 5387000 oder 53,34 Prozent des Gesamtaufwandes. Die negativen Auswirkungen der früheren Steuergesetzrevision und des Sparpakets II sind aufgefangen. Daher können auch die Folgejahre eher positiv beurteilt werden. Nach der Einlage des Vorschlages aus dem Jahr 2016 beträgt das Eigenkapital der Gemeinde Marbach per 01.01.2017 Fr. 1392924.

Bei der Elektrizitätsversorgung wird bei Einnahmen von Fr. 1578400 und bei Ausgaben von Fr. 1512800 mit einem Einnahmenüberschuss von 65600 Franken gerechnet. Bei der Wasserversorgung werden Ausgaben von Fr. 305000 und Einnahmen von Fr. 351000 erwartet. Mit dem erwarteten Mehrertrag ist bei der Wasserversorgung eine Reserveeinlage von Fr. 45100 möglich. Weitere Zahlen und ausführliche Angaben zu den Jahresrechnungen und Voranschlägen können der gedruckten Jahresrechnung entnommen werden, die in den nächsten Tagen in alle Haushalte verschickt werden.

Dank der erfreulichen Entwicklung der Gemeinde Marbach kann der Gemeinderat den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern anlässlich der Bürger­versammlung eine Senkung des Steuerfusses von sechs Prozentpunkten von bisher 140 auf neu 134 Prozente beantragen. Dabei wird gegenüber dem bisherigen Steuerfuss mit 205000 Franken weniger Steuerertrag gerechnet.

Einmalige Mehrerträge von einer Viertelmillion

Im Jahr 2017 fallen insbesondere durch den Verkauf des Alters- und Pflegeheims Sonnengarten an die Stadt Altstätten und durch die Auflösung einer Rücklage für die Alterswohnungen total rund 236000 Franken Mehrerträge an, mit welchen im Jahr 2018 nicht mehr zu rechnen sind. Auf Grund der Vorschläge der letzten zwei Jahre und des Eigenkapitals von derzeit 1392924 Franken ist eine Senkung des Steuerfusses um sechs Prozentpunkte angemessen. (gk)