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MARBACH: «Ribla und Rebla» im Mittelpunkt

Am Samstag öffnete die Museumskommission wieder einmal die Türen des Ortsmuseums Oberes Bad. Der Anlass stiess bei Jung und Alt auf grosse Resonanz.
Die Maiskörner von den Strünken zu nehmen – das «Türggen rebeln» – fang grossen Anklang. (Bilder: pd)

Die Maiskörner von den Strünken zu nehmen – das «Türggen rebeln» – fang grossen Anklang. (Bilder: pd)

In diesem Jahr rückte die Kommission die Ribel-Ausstellung und das Kulturgut Ribel wieder einmal in den Vordergrund. Die wunderbare «Türggen»-Sonne liess den Anlass am vorläufig letzten Tag des goldenen Herbstes doppelt erstrahlen.

Die Besucherinnen und Besucher erlebten an der permanenten Ribel-Ausstellung, wie einst der spezielle Mais gepflanzt und später verarbeitet wurde. Peter Eugster, Produzent und Vertreter des Vereins Ribelmais, erzählte vom Anbau und der Vermarktung heutzutage. Es entwickelten sich rege Gespräche. Denn nicht wenige kennen den Ribel von Kindsbeinen an und wissen, welche Arbeit hinter dem Grundnahrungsmittel von einst steckt. Die jün­- geren Besucherinnen und Besucher durften selbst Hand anlegen und die getrockneten «Türggen» an den verschiedenen Gerätschaften, wie sie früher in den Anbaufamilien verwendet wurden, ausprobieren. Beim «Hül-schen» wurden sie in das alte Handwerk eingeführt und konnten die unterschiedlichen Maissorten genau prüfen.

Wenn ins Ortsmuseum eingeladen wird, ist auch die Wirtschaft offen. Im «Oberen Bad» wurde noch bis in die 1980er-Jahre gewirtet. Man kommt an der gemütlichen Wirts­stube nicht vorbei, so will es der Brauch. Schön früher trafen sich an diesem Ort Menschen verschiedenen Schlags und genossen die Geselligkeit. Am Samstag war das wieder einmal möglich, bei offeriertem Ribel, bei süssen und pikanten Ribelspezialitäten aus Irène Schicks Backstube. Zur Freude aller Gäste stattete der Männerchor Marbach im «Oberen Bad» einen Überraschungsbesuch ab. Der Gesang förderte die gute Stimmung.

All jene, die mehr vom Tag der offenen Tür mit nach Hause nehmen wollten, konnten beim Abschied ein Päckli Ribel oder andere Ribelprodukte mitnehmen. (pd)

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