MARBACH: Neue Ratsmitglieder offiziell begrüsst

103 Stimmberechtigte folgten am Montag den Ausführungen von Ortsverwaltungspräsident Walter Kobelt in der evangelischen Kirche. Er präsentierte eine ausgeglichene Rechnung. Zudem wird die Ortsgemeinde bei der HolzCH mit von der Partie sein.

Andrea Kobler
Drucken
Teilen
Der Marbacher Ortsverwaltungsrat in seiner neuen Zusammensetzung zusammen mit Aktuarin und Kassierin Aurelia Fischer-Benz (von links): Norbert Schick, Richard Kobelt, Aurelia Fischer-Benz, Marco Hutter, Aline Keller und Präsident Walter Kobelt. (Bild: Andrea Kobler)

Der Marbacher Ortsverwaltungsrat in seiner neuen Zusammensetzung zusammen mit Aktuarin und Kassierin Aurelia Fischer-Benz (von links): Norbert Schick, Richard Kobelt, Aurelia Fischer-Benz, Marco Hutter, Aline Keller und Präsident Walter Kobelt. (Bild: Andrea Kobler)

Andrea Kobler

Vorgängig zum offiziellen Teil informierte Ortsverwaltungspräsident Walter Kobelt über das Pilotprojekt Bodenverbesserung im Eisenriet, das vor gut einem Jahr abgeschlossen werden konnte. Fachspezialisten werden im 2017 verschiedene Bodenproben nehmen. Nachbesserungen an diversen Stellen der Drainageleitungen sind noch erforderlich. Gesamthaft ist die Ertragsfähigkeit des Bodens bereits jetzt deutlich verbessert und soll in den kommenden zwei Jahren noch gesteigert werden. «Doch ist hier weiter Geduld gefragt», so Kobelt. Im Wald wurde die Mohren-Ahorn-Fallstrasse sowie die Hangrutschung im Gebiet Fall ­saniert. An beiden Orten wird im 2017 zum Teil nachgekiest. Auch wurde der Bachdurchlass beim Schlipfbach ausgeführt.

Image-Anlass im Wald

Anstelle des budgetierten Rückschlags von 2550 Franken weist die Jahresrechnung einen Vorschlag von 2892 Franken aus. Dieser wird dem freien Eigenkapital zugewiesen. Zusätzlich wird eine nicht aufgeführte Dividende der Rheintal Forst AG von rund 3000 Franken erwartet. Das bessere Ergebnis ist in erster Linie auf die Forstwirtschaft zurückzuführen. Gegenüber dem Budget waren die Ausgaben für die Waldbewirtschaftung 7500 Franken geringer, die Stamm- und Hack-Holzerlöse 2000 Franken tiefer, dafür aber die Subventions-Beiträge für umfangreicher als geplant ausgeführte Waldpflege mit 5500 Franken höher. 2017 sticht vor allem der mit 3500 Franken budgetierte Anlass HolzCH heraus, der am 15. und 16. September teilweise im Ortsgemeindewald durchgeführt wird. Ein Anlass, bei dem der Bevölkerung die Holzverarbeitung sowie die mit Holz im Zusammenhang stehenden Berufe näher gebracht werden. Insgesamt geht der Rat von einem Rückschlag von 5300 Franken aus. Dies vorwiegend aufgrund der anhaltend tiefen Preise für Nutzholz sowie tieferer Subventionen. Dies ist auf reduziert geplanten Pflegemassnahmen begründet.

Aktuarin ist jetzt auch Kassierin

Die Ratsmitglieder Armin Benz-Reinmann und Conny Brack-Benz wurden nach 16-jähriger Ratszugehörigkeit ebenso verabschiedet wie GPK-Mitglied Lorenz Benz-Egli und Stimmenzähler Guido Halter-Weder. Marco Hutter-Eugster wechselte von der Geschäftsprüfungskommission in den Rat, in den auch Aline Keller gewählt wurde. Neu in ihren Ämtern begrüsst wurden zudem Roger Benz und Martin Sieber-Hohl (GPK). Als neue Stimmenzählerin konnte Susanne Halter-Döllinger gewonnen werden. Da ein Ratsmitglied gleichzeitig das Amt des Kassiers nicht mehr ausüben darf, übernahm Aurelia Fischer-Benz dieses Ressort Anfang Jahr zusätzlich zu demjenigen der Aktuarin.

Landwirt will mehr Boden

Kein Thema war an der Ortsbürgerversammlung das offene Verfahren, welches den Ortsgemeinderat seit dem Frühsommer 2016 beschäftigt. Damals reichte ein Marbacher Landwirt und Pächter von Ortsgemeinde-Boden beim Kantonalen Departement des ­Innern eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen die Ortsgemeinde ein. Der Landwirt ist nicht einverstanden mit der Nicht-Berücksichtigung für zusätzliche Bodenfläche.

Der Ortsverwaltungsrat hat zum Fall eine Stellungnahme eingereicht. «Wir hoffen, dass dieses Verfahren bald im Sinne der Ortsgemeinde abgeschlossen werden kann», so Walter Kobelt im Anschluss der Versammlung auf Nachfragen. In Marbach bewirtschaftet heute ein Dutzend Bauern 140 Hektaren Ortsgemeinde-Böden. Bei der Vergabe wird darauf geachtet, dass verstreut liegende Einzelflächen zusammengeführt werden können.