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MARBACH: Goldkehlchen und Hymnen an die Liebe

Der Rheintaler Sänger/Songwriter Shem Thomas gab ein Heimspiel. Ein umjubeltes Konzert in der bis auf den letzten Sitz ausverkauften Bühne Marbach, bei dem er solo auf der Bühne stand.
Gerhard Huber
Shem Thomas spielte «unplugged», begleitet nur von seiner akustischen Gitarre. (Bild: Ulrike Huber)

Shem Thomas spielte «unplugged», begleitet nur von seiner akustischen Gitarre. (Bild: Ulrike Huber)

Es waren eineinhalb Stunden pure Magie, die der frühere Diepoldsauer Lehrer und nunmehrige Popstar Shem Thomas in der Bühne Marbach verbreitete. Mit seinen Songs, die kleine Geschichten erzählten. Geschichten von der Liebe, von guten Geistern, vom entschleunigten Leben oder vom Glück, seinem Herzen folgen zu können. Mit einer Musik, die ob Reggae, Pop oder sogar Rap oder Punk, stets eine grosse Wärme in sich trug. Kleine Musikpralinen, stets stringent und durchdacht aufgebaut mit tollen Harmonien und eingängigen Refrains.

Mit akustischer Gitarre auf der kleinen intimen Bühne

Shem Thomas befindet sich auf Tour. Diesmal ohne Band. Begleitet nur von seiner akustischen Gitarre fühlte er sich auf der kleinen intimen Bühne in Marbach sichtlich wohl. Es dauerte nur ganz kurze Zeit, bis er Kontakt zu seinem mit vielen echten Shem-Thomas-Fans durchsetzten Publikum gefunden hatte. Nur kurze Zeit, bis alle sein Lied «Valley» mitsangen und bei seinem «Voice of Switzerland»-Blind-Audi­tion-Song «Father and Son» Tränen in die Augen bekamen. Nur kurze Zeit, bis alle Zuhörer ergriffen seinen alten und neuen Pop-Balladen lauschten, die mit spärlicher Gitarrenbegleitung noch viel intensiver in die Gehörgänge und unter die Haut schlichen.

Wie etwa «Love me as I am», eine Hymne an die Liebe, die er während seines kürzlichen Aufenthaltes in Australien am Strand geschrieben hat. Ein sparsames, zärtliches, einfühlsames und rührendes Stück Musik. Überhaupt werden die Lieder des Songwriters Shem Thomas immer reifer und besser. Wie auch «Slow down», ein Plädoyer gegen die Hetze und den Stress unseres Lebens – «It is no need to rush!». Gleichzeitig ein Ohrwurm, den man auf dem Nachhauseweg noch vor sich hinsummte.

Was den Rheintaler Musiker und Entertainer noch aus der Masse der Pop- und Rockstars hervorhebt, ist seine faszinierende und eigentümliche Stimme. «Poptitan» Dieter Bohlen würde mit Sicherheit feststellen, dass diese Stimme einen hohen, ja ein­maligen Wiedererkennungswert habe. Wenn es auch vor allem die leisen und sanften Töne waren, mit denen Thomas sein Publikum in der Bühne Marbach begeisterte, so konnte er es auch lauter und schneller. Denn schliesslich hat er seine Musikerkarriere ja als Jüngling in einer Punkband begonnen. Wovon er dann auch mit der Nummer «Anna wanted» Zeugnis ablegte. Doch obwohl als Punk bezeichnet, war sogar dieses Stück von einer schönen Melodie getragen.

Für den Song «Do what you love» holte Shem dann Kinder einer dritten Klasse aus Widnau auf die Bühne. Zwölf Goldkehlchen, die ihn mit riesigem Spass und guter Laune begleiteten. Und das Konzert endgültig zu einem im besten Sinne unterhaltsamen Abend machten.

Gerhard Huber

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