MARBACH: Ein Schneemann auf dem Kopf

Die Welt steht kopf, vor allem seit der Wahl von Donald Trump. Ob der Schneemann beim Dorfplatz das symbolisieren soll?

Drucken

Nein. Seine Erbauerin, Kerstin Kobelt, hat ihn aus einer Laune heraus so gemacht. Kobelts Mann – Ruedi Gasser, der Jugendarbeiter – hat den Schnee herbeigeschafft, eines der Kinder half beim Bauen.

Während andere einen üblichen Schneemann bauen oder darauf verzichten, dieser früher verbreiteten Freizeitbeschäftigung nachzugehen, lässt Kerstin Kobelt gern Spezielles entstehen. Vor zwei Jahren stand vor dem Haus der Familie ein Ross aus Schnee, das nicht nur fleissig fotografiert, sondern auch von Kindern geritten wurde.

«Zwischendurch haben wir es gefüttert», sagt Ruedi Gasser, damit es nicht schlapp machte. Will heissen: Bei Einbruch der Dunkelheit begoss man das Schneepferd mit Wasser, damit der Schnee sich verfestigte und das Werk länger hielt.

Der Schneemann, der nun vor dem Haus unermüdlich den Kopfstand macht, ist zwar ein ungewohntes Bild und ermuntert zu Assoziationen. Ruedi Gasser versichert aber: Es stecke kein tieferer Sinn dahinter. Auch wer finde, die Welt (oder Amerika) stehe kopf, könne versichert sein, der Schneemann stehe in keinem Zusammenhang mit weltpolitischen Ereignissen oder Kuriositäten.

Davon abgesehen: Ob die Welt kopfsteht, hängt auch von der Perspektive ab, aus der man sie betrachtet. Insofern warten wir nur darauf, dass Passanten vor dem Schneemann in Marbach den Kopfstand machen. (Bitte rechtzeitig die Redaktion anrufen. Wir machen gern das Bild dazu.) (gb)

Aktuelle Nachrichten