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MARBACH: «Ein Kuss – Antonio Ligabue»

Die Bühne Marbach präsentiert am 25. November ein Einpersonenstück, gespielt und gemalt von Marco Michel.
Es ist ein Theaterstück, in dem gleichzeitig grossformatige Kohlezeichnungen von Marco Michel entstehen. (Bild: pd)

Es ist ein Theaterstück, in dem gleichzeitig grossformatige Kohlezeichnungen von Marco Michel entstehen. (Bild: pd)

Ein Abend, der fasziniert, von der ersten bis zur letzten Minute. Marco Michel ist ein Multitalent, er spielt und malt gleichzeitig und bringt Antonio Ligabue in die Bühne Marbach, er, der später einmal «Italiens van Gogh» genannt wird. In diesem Einmannstück geht es um das Leben von Antonio Ligabue, von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Zwar zeigt es Ligabues Randexistenz, jedoch rückt es vor allen eines in das Zentrum: Seine unglaubliche Schaffenskraft.

Auf der Bühne entstehen während dem Stück grossformatige Kohlezeichnungen von Menschen, die Ligabues Leben prägten – seine Mutter, die Leute aus dem Dorf, die Wäscherin. Wie Antonio Ligabue in seinem Leben, so erschafft sich Marco Michel auf der Bühne immer wieder ein neues Gegenüber – denn nur über seine Kunst konnte Ligabue mit der Welt kommunizieren. Ausserdem geht es um die Frage, wer denn eigentlich der Verrückte ist: Der Ausgeschlossene oder die Ausschliessenden.

Antonio Ligabue war ein Maler, der von 1899 bis 1965 lebte und in seiner Jugend auch im Rheintal Halt machte, machen musste. Er war Schüler im Heim Oberfeld hier in Marbach. In einem noch erhaltenen Heimbericht steht unter anderem, dass er unflätige Ausdrücke gebrauchte, und schliesslich wurde er wegen der sittlichen Unangepasstheit ausgeschlossen. Seine weiteren Stationen waren unter anderem auch die Klinik Pfäfers, und weil die Schweiz nicht mehr weiter wusste, wurde er nach Italien ausgewiesen. Von dort kam seine Mutter und die nimmt eine zentrale Rolle im Stück von Marco Michel ein, eine ewige Suche nach Nähe.

Das Leben von Antonio Ligabue ist ein Leben als Randständiger, einer, der sich in kein Schema zwängen liess – und heute wird er gefeiert als grossartiger Künstler. In Gualtieri wurde ihm zu Ehren ein Museum gebaut.

Besucher können mit in das ungewöhnliche Leben dieses Künstlers eintauchen und über Marco Michel staunen, der dieses Leben erwachen lässt in der Bühne Marbach.

Reservationen werden empfohlen unter www.buehnemarbach.ch oder zu Bürozeiten unter Telefon 071 775 81 91. (dp)

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