MARBACH: «Die Chance meines Lebens»

38 junge Schweizerinnen und Schweizer gehen an die Berufsweltmeisterschaften nach Abu Dhabi. Darunter Metallbauer Michael Graf. Im Interview erzählt er, worauf er sich besonders freut.

Benjamin Schmid
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Metallbauer Michael Graf freut sich auf spannende Wettkämpfe. (Bild: Benjamin Schmid)

Metallbauer Michael Graf freut sich auf spannende Wettkämpfe. (Bild: Benjamin Schmid)

Benjamin Schmid

Michael Graf, was sind Ihre Erwartungen an die Berufsweltmeisterschaft?

Michael Graf: Primär wünsche ich mir einen fairen und sauber durchgeführten Wettbewerb. Besonders freue ich mich auf den Austausch mit den internationalen Berufskollegen. Es wird spannend sein, zu sehen, wie Metallbauer aus anderen Ländern ihr Handwerk beherrschen, welche Techniken sie anwenden und welche Arbeitsweisen sie bevorzugen. Ich schätze mich sehr glücklich, überhaupt dabei sein zu dürfen und trotzdem wäre es gelogen zu behaupten, dass ich nicht auch gerne Weltmeister werden würde.

Was machen Sie, wenn Sie Metallbauweltmeister werden?

Ich wäre zweifelsohne stolz auf mich. Sicher würde ich den Moment auskosten und mit meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten feiern. Selbstverständlich würde ich auf einen Titelgewinn mit einem Bier anstossen und einfach geniessen. Ich bin nicht der Typ, der es an die grosse Glocke hängen würde. Lieber feiere ich im kleinen Kreis und freue mich über den Erfolg.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Es ist genial, wie nachhaltig der Metallbau ist. Auch Jahre nach Vollendung einer Arbeit ist das Resultat immer noch sichtbar. Ausserdem sind die Möglichkeiten, Metall zu bearbeiten, fast endlos. Bis heute bin ich fasziniert von den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und Bearbeitungen von Metall.

Wie ist es, Teil der Schweizer Berufsnationalmannschaft zu sein?

Auch wenn alle ihre Prüfungsaufgaben selbstständig lösen müssen, so reisen wir doch als Team an den Wettkampf. Bereits im Vorfeld haben wir viel Zeit miteinander verbracht – uns kennen und schätzen gelernt. Das gemeinsame Erlebnis verbindet und fördert den Teamgeist. Für alle Beteiligten ist das eine Riesenchance und zugleich das wohl grösste Ereignis im Leben. Wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern treten als eine Einheit auf. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und motivieren, damit wir unsere besten Leistungen abrufen können.

Wie werden Sie vor Ort betreut?

Meine Mutter und Schwester begleiten mich in die Vereinigten Arabischen Emirate. Daneben unterstützt mich Simon Hasler, mein Patron von der Ferdinand Hasler AG, Treppen- und Metallbau. Dies schätze ich, da die Beteiligten die Reise selber berappen müssen. Betreut werden die Teilnehmer von Experten sowie einem Stab aus Delegationsleitung, Teamleadern und einem Kommunikationsteam. Ich bin froh um die Unterstützung, auch wenn ich weder viel Zeit noch Energie für die Mitgereisten aufbringen kann. Dennoch helfen sie mir hoffentlich, kühlen Kopf zu bewahren, mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit ans Werk zu gehen und möglichst viele Erfahrungen zu sammeln.