MARBACH: Alle Anträge angenommen

An der Bürgerversammlung stimmten die Marbacher drei Anträgen des Gemeinderates zu: Der Steuerfusssenkung um 6 Prozent, dem Beitritt zum Hallenbad-Zweckverband und der Sanierung des Reservoirs.

Remo Zollinger
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Keine Gegenstimmen: Die Marbacher Bürger waren sich zur Freude von Gemeindepräsident Alexander Breu (stehend) einig. (Bilder: Remo Zollinger)

Keine Gegenstimmen: Die Marbacher Bürger waren sich zur Freude von Gemeindepräsident Alexander Breu (stehend) einig. (Bilder: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Die Kinder wird’s freuen: Auch Marbach ist dem Zweckverband Hallenbad Oberes Rheintal beigetreten. Einstimmig. Damit hat es die Gemeinde ihren Nachbarn gleichgetan und den Bau eines neuen Hallenbades ermöglicht. Schon an der Vorversammlung (Ausgabe von Samstag, 31. März) gab es bezüglich Hallenbad nur wenige Fragen oder Einwände, am Freitagabend fragte sogar nur ein Bürger etwas nach. Seine Frage beantwortete Gemeindepräsident Alexander Breu offenbar zur Zufriedenheit, denn der Bürger stimmte danach nicht dagegen.

Marbach erwartet wegen des Beitritts ein Kreditbedarf von 932000 Franken und jährliche Kosten von 60000 Franken. Die 134 erschienenen Stimmberechtigten waren sich einig: Das passt. Gemeindepräsident Alexander Breu bedankte sich für die Annahme des Antrags, ja der Anträge, denn die anderen nahmen sie alle auch einstimmig an.

Der Steuerfuss wird um sechs Prozent gesenkt

Eine weitere Ausgabe, die die Gemeinde Marbach erwartet, betrifft die Sanierung des Wasserreservoirs Kallesser, am Hang bei der Einstichstrasse. Die Erneuerung kostet die Gemeinde 530000 Franken – und ist «unbedingt nötig», weil die Pumpen, die das Wasser in die Hochzone fördern, zuletzt vor 53 Jahren erneuert worden waren.

Trotz der beiden Ausgabenposten senkt Marbach den Steuerfuss um sechs Prozent (von 134 auf 128 Prozent). Dies auch, weil die Jahresrechnung 2017 deutlich besser abschloss, als budgetiert war. Der Einnahmeüberschuss beträgt satte 1,56 Mio. Franken. Die Marbacher nahmen dies zufrieden zur Kenntnis, profitieren sie doch in Zukunft von diesem Ergebnis. Das Budget 2018 sieht einen Rückschlag von 98700 Franken vor.

Primarschule trägt zum finanziellen Erfolg bei

Zur positiven Rechnung der Gemeinde hat auch die Primarschule ihren Anteil beigetragen. Ihre Jahresrechnung schliesst mit einem Minderbedarf von 294487 Franken. Dies liegt einerseits an den sinkenden Schülerzahlen, sei «aber auch Ausdruck für den sorgsamen und haushälterischen Umgang mit den finanziellen Mitteln», sagte Schulratspräsident Ernst Dietsche. Er fügte an, dieser sei auch im Budget für 2018 erkennbar. Für nächstes Jahr rechnet die Primarschulgemeinde mit einem Steuerbedarf von 3,2 Mio., dieser Betrag ist nochmals tiefer als im Vorjahr.

Ernst Dietsche ist mit der Schule sehr zufrieden. Verzögerungen gibt es einzig im Sanierungsprojekt für Heizung und Dach, da wartet die Schule noch auf eine weitere Variante zur Prüfung, bevor sie entschiedet.