MARBACH: Abgasfrei Roller fahren

Jürg Burkhard aus Marbach engagiert sich für elektrobetriebene Töffs. Das passt seiner Meinung nach sehr gut zum Label Energiestadt, das alle Rheintaler Gemeinden haben.

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Der Elektromobilität wird eine grosse Zukunft vorausgesagt. Ganz besonders den E-Rollern. Sie stinken nicht, sind abgasfrei, brauchen wenig Platz. Und sie geben im Unterschied zu herkömmlichen Zweitaktern kaum einen Mucks von sich. Jürg Burkhard engagiert sich im Rheintal für Elektromobilität ganz generell, im Besonderen für die «sauberen» Roller.

Grosses, noch ungenutztes Potenzial

Den Boom, bei den Rollern in erster Linie auf Elektromobilität zu setzen, hat die Ostschweiz noch nicht erreicht. «Das ist sehr schade, denn die mit Strom betriebenen Roller haben gerade im Nahverkehr ein grosses Potenzial», sagt Jürg Burkhard.

Seit Jahren beschäftigt er sich mit den verschiedenen Formen der Elektromobilität und ist selbst ein passionierter Fah­- rer von Elektro-Rollern. In seinem «Elektromobilitäts-Manifest» macht er konkrete Vorschläge, wie in der Mobilität mit dem Energiesparen «endlich Ernst gemacht werden kann.»

Von Autos mit Elektroantrieb hält er wenig. Denn diese seien zu gross und zu schwer und würden nach wie vor zu viel Energie brauchen. Es sei offensichtlich, dass das Potenzial der sauberen Töffs noch nicht richtig entdeckt worden sei. Im Nahverkehr – sei es auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit oder auf dem Schulweg – seien die E-Roller geradezu ideal. Mit den Elektro-Rollern könne man einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der CO2-Ziele leisten.

Mehr öffentliche Ladestationen wären nötig

Die Technik sei zuverlässig und die Batterien seien in den letzten Jahren immer besser geworden. Damit werde auch der Einsatzradius grösser. Einen Elektro-Töff kann man ganz einfach zu Hause an einer normalen Steckdose aufladen. Für unterwegs seien mehr öffentliche Ladestationen nötig. Da bestehe grosser Handlungsbedarf. Jürg Burkhard hat den Gemeinden vorgeschlagen, solche Stationen einzurichten. «Das würde auch sehr gut zum Label Energiestadt passen, das ja alle Rheintaler Gemeinden haben», sagt Burkhard.

Nostalgie mit modernster Technik

Jürg Burkhard hat mehrere Konzepte erarbeitet, die der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen könnten.

Da gehören eine Steuerbefreiung dazu, wie sie es bei den E-Fahrzeugen ja bereits gibt, ebenso ein Netz von Ladestationen oder Infoveranstaltungen sowie Probefahrten. Der Marbacher E-Roller-Botschafter hat eine Auswahl von Demonstrationsfahrzeugen. Dabei sticht vor allem seine Vespa im Retro-Look hervor. «Das Aussehen ist nostalgisch, die Technik ist aber modern», sagt Jürg Burkhard. Der grosse Unterschied zu den althergebrachten Modellen: Der Auspuff fehlt. (pd)