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Man sieht sich, man trifft sich

Bei strahlendem Herbstwetter bot der Bernecker Jahrmarkt am Samstag alles, was des Besuchers Herz begehrt.
Gerhard Huber
Wie jedes Jahr war das Bernecker Marktfäscht auch diesmal sehr gut besucht. (Bild: Ulrike Huber)

Wie jedes Jahr war das Bernecker Marktfäscht auch diesmal sehr gut besucht. (Bild: Ulrike Huber)

Noch selten ist das «Marktfäscht», der Bernecker Jahrmarkt, bei derart angenehmen Temperaturen veranstaltet worden. Die Besucher drängten sich, ohne zu frösteln, an den vielen Tischen, Stühlen und Bänken, die vor den Gastlokalen Drei König, Wein Berneck, Ochsen und vor dem Haus des Weines zum gemütlichen Verwei­-len im Sonnenschein einluden. Verweilen, alte Bekannte treffen, miteinander schwatzen, so könnte das Motto des Marktfäschtes auch lauten. Wer so richtig Hunger hatte, konnte sich von den Bäuerinnen verwöhnen lassen, die im Erdgeschoss des altehrwürdigen Rathauses Gerstensuppe und Käsefladen servierten. Oder gleich daneben von der Feuerwehr, die ihren Grill kräftig befeuerte. Kaffee und Kuchen gab es beim Frauenverein im Pfarrsaal.

Alt-Gemeindeschreiber dreht an der Orgel

Auch für passende Musik wur­-de geboten. Handorgelklänge schwebten über den grossen Platz vor dem Rathaus. Klänge, die der ehemalige Gemeindeschreiber von Berneck, René Schelling, seiner original Raffin- Pfeifendrehorgel entlockte. «Ich mache das Drehorgelspielen aus purer Freude, da brauche ich kein Engagement. Immer zum Torkelfest und zum Jahrmarkt.» Für Unterhaltung und Zerstreuung der jungen Marktbesucher waren auch die Fahrgeschäfte zuständig. Die Kleineren vergnügten sich im mit Disneyfi­guren wie Buzz Lightyear oder Dumbo geschmückten Karussell, die Grösseren liessen sich im «Crazy Trip» vertikal im Kreis schleudern oder im bewegten «6D-Kino» so richtig durchschütteln.

Es gab auch dieses Jahr aussergewöhnlich viele und un­terschiedliche Stände mit kulinarischem Angebot. So konnte man sich mit französischen Crêpes, spanischen Empenados, das sind köstlich gefüllte Teig­taschen, oder dem Brandteiggebäck Churros verwöhnen. Wobei die Marktgastronomen zum Teil von weit her kamen. Wie etwa Andrea Fankhauser aus Zug, die tunesisch-orientalische Produkte wie frische Datteln, Knoblauch, scharfe Brotaufstriche oder Humuspralinen offerierte. «Das ist ein richtig schöner Herbstmarkt. Wir sind zum ersten Mal hier und richtig begeistert von der Atmosphäre, den netten Leuten und dem grossen Interesse an unseren Produkten.»

Unter den vielen Ständen, mit denen man sich mit Gutem für Leib und Seele eindecken konnte, stach ein Verkaufstisch hervor, an dem eine ganze Kinderschar ihre selbst gezogenen und selbst gemachten Produkte anbot. Die Bernecker Primarschüler waren das ganze Jahr über in den beiden Schulgärten fleissig, haben gesät, gepflegt und geerntet – und dann Konfitüre eingemacht oder die essbaren Blütenblätter abgepackt. Die neunjährige Fatima aus Syrien, die in Berneck eine neue Heimat gefunden hat, schwärmte stellvertretend für die anderen Kinder in bestem Bernecker Dialekt: «Auf dem Markt verkaufen macht grossen Spass. Wir lachen schon den ganzen Tag und freuen uns, dass unsere Sachen gekauft werden.»

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